GBK Beteiligungen AG: GBK Aktionärsbrief 2020 Quartal 4

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GBK Aktionärsbrief 2020 Quartal 4

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Jahr 2020 stand ganz im Zeichen der Pan- demie. Dies galt auch für die Hauptversamm- lung, die mit sechsmonatiger Verspätung am 19. November virtuell abgehalten wurde.

Bericht der virtuellen Hauptversammlung

Nach Erledigung der Formalitäten durch den Vorsitzenden des Aufsichtsrats Dr. Peter Rentrop-Schmid eröffnete Christoph Schopp seinen Bericht des Vorstands über das Ge- schäftsjahr 2019 mit einem gesamtwirtschaftli- chen Abriss und einem Überblick über den Be- teiligungsmarkt. Dazu stellte er fest, dass trotz nachlassender Konjunktur eine hohe Investiti- onstätigkeit der Beteiligungsgesellschaften zu verzeichnen war. Als Grund machte er unter anderem die Liquiditätsschwemme der Noten- banken aus, die, gepaart mit der Jagd der In- vestoren nach Rendite, zu einem Anstieg der Bewertung von Unternehmen geführt hat.

GBK habe die Erträge aus der Investmenttätig- keit steigern können und bei weitgehend glei- chen Aufwendungen einen Ordentlichen Netto- ertrag erzielt, der mit 1,9 Millionen Euro rund doppelt so hoch wie im Vorjahr ausgefallen sei. Nachlaufende Kaufpreiszahlungen aus in Vor- jahren verkauften Beteiligungen hätten zu ei- nem geringen Ergebnis aus Veräußerungsge- schäften geführt, so dass sich das Realisierte Ergebnis des Geschäftsjahres auf rund 2,0 Milli- onen Euro beliefe, was nach 0,1 Millionen Euro im Vorjahr erfreulich sei.

IV. Quartal 2020

Aktionärsbrief

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Weniger erfreulich sei das Nicht realisierte Er- gebnis ausgefallen. Hier hätten teils schwächere Ergebniserwartungen der Portfoliounternehmen sowie Änderungen der Verschuldung und der Branchenmultiplikatoren zu einem Verlust von 2,7 Millionen Euro geführt und damit das Er- gebnis des Geschäftsjahres 2019 ins Minus ge- drückt. Auch wenn es sich um Nicht realisierte Verluste handele, hätten Vorstand und Auf- sichtsrat den zunächst geplanten Dividenden- vorschlag anpassen müssen. Der Verzicht auf eine Ausschüttung sei Vorstand und Aufsichtsrat nicht leichtgefallen, erschien aber neben der Pandemie auch vor dem Hintergrund von drei Insolvenzen im Geschäftsjahr 2020 geboten.

Die Bilanz von GBK sei mit einer Eigenkapital- quote von 92 Prozent sehr solide und spreche für sich. Auf der Aktivseite falle die im Zeitab- lauf investitions- und ausschüttungsbedingt rückläufige Liquidität auf, die auch auf die feh- lende Liquiditätszufuhr von 10 Millionen Euro aus dem vom Kartellamt untersagten Verkauf der Anteile des Portfoliounternehmens Ziemann zurückzuführen sei. Beide Aspekte habe der Vorstand zum Anlass genommen, Finanzie- rungsmöglichkeiten zur Sicherstellung der In- vestitionsfähigkeit auszuloten. Als mit Abstand attraktivste Alternative habe sich GBK ein Dar- lehn der Rossmann Beteiligungs GmbH über 5 Millionen Euro gesichert, das sehr flexibel für den Ausbau des Portfolios mit einer Marge von 0,3 Prozent auf den Euribor abgerufen und ebenso flexibel ohne eine Vorfälligkeitsentschä- digung jederzeit zurückgeführt werden könne.

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Nach Beantwortung von rund 30 Fragen wurden alle Beschlussvorschläge der Verwaltung mit großer Mehrheit angenommen, bevor der Auf- sichtsratsvorsitzende die Sitzung schloss.

Neuigkeiten aus dem Portfolio

Unser Portfoliounternehmen Atec liefert in der Pandemie wichtiges Equipment für die Abfüllung von Impfstoffen weltweit tätiger Pharmaherstel- ler. Dabei stellen sogenannte Stopfenwaschma- schinen von Atec die sterile Produktion der Vak- zine sicher. Die Anlagen stehen in den USA ebenso wie in Europa, wo beispielsweise im belgischen Werk von Pfizer der von Biontech produzierte SARS-CoV-2-Impfstoff abgefüllt wird. Und auch für Astra Zeneca sicherte sich Atec jüngst den Auftrag für eine Stopfen- waschmaschine für die europäische SARS-CoV-2-Impfstoffproduktion.

OQEMA hat im Dezember den Chemiedistributor Claus Nitsche & Sohn GmbH übernommen. Nit- sche & Sohn konzentriert sich auf hochwertige ätherische Öle, natürliche Aromen, Duftstoffe und innovative Ingredienzien-Lösungen. Durch den Zukauf wird das "Flavour & Fragrance"- Sortiment von OQEMA ergänzt und die Markt- position im Bereich nachhaltiger Produkte ge- stärkt. Kurz darauf erwarb OQEMA einen Mehr- heitsanteil an der österreichischen CB Chemie GmbH. Das in 2016 gegründete Unternehmen verzeichnete in den letzten Jahren ein starkes Wachstum. Bedient werden die Segmente Bau, Farben & Lacke und über die Tochtergesell- schaft CB Nutrition GmbH die Lebensmittelin-

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dustrie mit der Belieferung natürlicher Inhalts- stoffe. Die strategische Partnerschaft führt zu einer weiteren Ausweitung des Produktangebots und stärkt das Wachstum von OQEMA im DACH-Raum.

Abwärtstrend beim Aktienkurs gestoppt

Nachdem der Kurs unserer Aktie im Dezember mit Ständen unter der 5-Euro-Marke seinen niedrigsten Stand seit Jahren markierte, konnte er sich im Januar erholen. Aktuell notiert die Aktie in einer Bandbreite zwischen 5,25 und 6,50 Euro, wobei nur wenige Aktien umgesetzt werden. Zur Vermeidung überraschender Kurs- ausschläge empfehlen wir Ihnen daher, im Falle der Orderplatzierung ein Limit zu setzen.

Organisatorische Hinweise

Auch wenn es noch dauert: aus Vorsichtsgrün- den werden wir auch in diesem Jahr unsere Hauptversammlung virtuell abhalten. Bitte mer- ken Sie sich den 12. Mai 2021 vor, Einladungen ergehen zu gegebener Zeit gesondert.

Zudem möchten wir Sie darüber informieren, dass wir künftig bis auf weiteres auf den Druck von Geschäftsberichten und Aktionärsbriefen verzichten. Sie sind weiterhin unter www.gbk- ag.de/investor-relationsbei den Unterneh- mensberichten abrufbar und stehen auch zum Ausdruck bereit.

Christoph Schopp

Günter Kamissek

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Haftungsausschluss

GBK Beteiligungen AG veröffentlichte diesen Inhalt am 29 Januar 2021 und ist allein verantwortlich für die darin enthaltenen Informationen. Unverändert und nicht überarbeitet weiter verbreitet Public am 29 Januar 2021 14:27:19 UTC.

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