Was sind Finanzmärkte?

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„Finanzmärkte“ ist ein Oberbegriff für alle die Bereiche, in denen der Kauf und Verkauf von Finanzinstrumenten wie Aktien, Anleihen, Derivaten und Fondsanteilen stattfindet. Finanzmärkte können in nationale und internationale Finanzmärkte unterschieden werden. Am Primärmarkt werden Wertpapiere zum Zeitpunkt der Emission gekauft. Dieses Sammeln von Kapital wird von wenigen, ausgewählten Teilnehmern abgewickelt, wie Banken, Versicherungen und großen Investmentfonds. Auf den Sekundärmarkten werden die Wertpapiere dann versteigert und zugeteilt. Hier erfolgt daher auch die Weiterveräußerung durch den Anleger. Angebot und Nachfrage auf diesen Sekundärmarkten bestimmen den Preis. Auf den Punkt gebracht: Auf dem Primärmarkt erfolgt die Erstemission von Aktien, Anleihen und Investmentanteilen, während auf dem Sekundärmarkt der Weiterverkauf erfolgt.

Die Finanzmärkte sind schon seit längerer Zeit keine physischen Orte mehr, sondern Computerplattformen, die als „Handelsplätze“ bezeichnet werden. Hier kreuzen sich die Kauf- und Verkaufsangebote. Die Deutsche Börse AG ist das in Frankfurt am Main ansässige deutsche Unternehmen, das für den Betrieb von Handelsplattformen, Teilnehmernetzwerken und Börsenabwicklungssystemen zuständig ist, sowie Inhaber der Frankfurter Wertpapierbörse des öffentlichen Rechts, Herausgeber des DAX-Index und zahlreicher anderer Aktienindizes. Der Großteil des gesamten Aktienhandels an deutschen Börsen wird über den Handelsplatz XETRA abgewickelt. Das ist ein elektronischer Handelsplatz der Frankfurter Wertpapierbörse (FWB), dessen Name eine Abkürzung von eXchange Electronic TRAding ist.

Man kann aber auch, je nach dem Gegenstand der gehandelten Finanzkontrakte, in Geld-,Kredit- und Kapitalmärkte unterscheiden, ohne den Devisenmarkt und den sogenannten OTC-Markt zu vergessen.

Auf dem Geldmarkt erfolgt das Zusammentreffen von Angebot und Nachfrage nach Geld zwischen Banken und Nichtbanken. Kurz gesagt haben die Geldmärkte die entscheidenden Funktionen, Handel und Industrie zu finanzieren, rentabel zu investieren, die Selbstständigkeit der Geschäftsbanken zu verbessern und der Zentralbankpolitik die Liquidität zu bieten. Der Geldmarkt handelt typischerweise mit Produkten (Geldmarktpapiere) mit hochliquiden, kurzfristigen Laufzeiten (bis zu zwei Jahren). Dieser zeichnet sich außerdem durch ein hohes Maß an Sicherheit und eine relativ niedrige Zinsrendite aus. Der Geldmarktsatz basiert auf dem Zinssatz, zu dem das Geld von den Zentralbanken gehandelt wird.

Der Kreditmarkt besteht hauptsachlich aus Banken, die Geld von der Zentralbank leihen oder Spareinlagen bündeln. Dann wird dieses Geld in Form von Krediten vor allem an Unternehmen verliehen. Die Banken können daher ihre zukünftigen Forderungen aus diesen Krediten auch an Finanzinvestoren weiterverkaufen (zum Beispiel zur Verbriefung). Der Kapitalmarkt lässt sich vom Geldmarkt unterscheiden, indem er sich durch langfristige Kapitalaufnahmen bzw. Kapitalanlagen auszeichnet. Auf dem organisierten Kapitalmarkt werden längerfristige Transaktionen unter Einschaltung von Kreditinstituten und Kapitalsammelstellen abgewickelt. Am Kapitalmarkt werden langfristige Finanzinstrumente (mit einer Laufzeit von mindestens 2 Jahren) eingesetzt. Eine eindeutige Trennung der Fristen zwischen Geld- und Kapitalmarkt existiert aber nicht. Der organisierte Kapitalmarkt unterliegt der staatlichen Aufsicht und die Börse ist die typischste Form dafür. Der nicht organisierte Kapitalmarkt betrifft hingegen Kreditbeziehungen zwischen Unternehmen sowie zwischen Unternehmen und Privathaushalten.

Der Devisenmarkt ist der Markt, auf dem die Teilnehmer Währungen kaufen, verkaufen, tauschen und diesbezüglich spekulieren können. Der Devisenmarkt wickelt tägliche Transaktionen in Höhe von mehr als 5 Billionen US-Dollar ab. Dies ist mehr als die Summe aus Futures- und Aktienmärkten. Der Devisenmarkt, auch als Forex-Markt bekannt, ist dezentralisiert und wird aus einem globalen Netzwerk von Computern und Brokern aus der ganzen Welt gebildet. Die Akteure auf dem Forex-Markt sind Banken, Handelsunternehmen, Zentralbanken, Investment-Management-Firmen, Hedgefonds sowie Forex-Einzelhandelsmakler und -Investoren. Da Bargeld das liquideste Kapital ist, zeichnet sich der Devisenmarkt als der liquideste Markt der Welt aus.

Dann gibt es noch eine Reihe von Transaktionen zwischen Marktteilnehmern, die nicht über die Börse abgewickelt werden wie zum Beispiel den OTC-Handel, besser bekannt als Telefonhandel. Auch wenn der Handel überwiegend auf elektronischem Wege abläuft, wird der Begriff „Telefonhandel“ auch heute noch häufig benutzt. „OTC“ bedeutet auf English „over the counter“. Die OTC-Märkte (außerbörsliche Märkte) zeichnen sich dadurch aus, dass an ihnen auch Instrumente gehandelt werden können, die auf geregelten Märkten nicht die entsprechenden erforderlichen Anforderungen erfüllen. Es sind Märkte, deren Handel außerhalb der offiziellen Börsenkreise stattfindet.

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