Was sind ETFs und wie funktionieren sie?

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Der ETF, eine Abkürzung für „Exchange Traded Fund“, ist eine Art Investmentfonds, der genau wie eine Aktie an der Börse gehandelt wird. Die Merkmale von ETFs:

  • sie bilden den Referenzindex genau nach;
  • sie bieten die Möglichkeit, das Portfolio ohne größere Schwierigkeiten zu diversifizieren;
  • sie haben niedrige Verwaltungskosten;
  • sie werden häufig für die Erstellung eines Fondssparplans ausgewählt;
  • sie werden hauptsächlich für mittel- oder langfristige Anlagen ausgewählt, aber auch für das Trading einschließlich Intraday.
  • sie sind Fonds, die von jenen bevorzugt werden, die das Ziel haben, eine bearishe Position im Referenzindex einzunehmen.

Wie ETFs funktionieren

Die Besonderheit dieser Art von Fonds besteht in der Nachbildung des Index, auf den er sich bezieht, wie z. B. DAX 30, Nasdaq100 oder S & P500. Wenn Sie also einen ETF kaufen, investieren Sie in einen kompletten Marktindex und beginnen das sogenannte „passive Management“. In der Praxis positionieren Sie sich mit einem einzigen Kaufvorgang in Echtzeit auf dem Zielmarkt. Der ETF hat sowohl Merkmale eines Fonds als auch einer Aktie. Dies ermöglicht den Anlegern, sich sowohl eine Diversifikation als auch eine Reduzierung des typischen Risikos der Fonds zunutze zu machen, aber auch eine vollständige Information und Flexibilität, die für die Aktien (die in Echtzeit gehandelt werden) typisch sind. Die Performance entspricht daher der des Referenzindex, dessen Zusammensetzung und Gewichtung genau nachgebildet werden.

Der Euro ist die konstante Handelswährung, während die auf den Index bezogene Währung variieren kann. In diesem Fall kann die Rendite des ETF nach einer möglichen Abwertung oder Neubewertung eines der beiden Werte von der Benchmark abweichen. Der Marktpreis, bezogen auf den Primärpreis, wird in jedem Fall auf der Grundlage des sogenannten Creation/ Redemption-Prozesses ständig an den Nettoinventarwert (NAV) angepasst. Einerseits ermöglicht dieses System, den offiziellen Wert des ETF ständig an den Kurs an der Börse anzupassen. Auf der anderen Seite können autorisierte Teilnehmer Anteile strukturieren und zurückgeben, indem sie ETFs mit allen Wertpapieren austauschen, aus denen der Referenzindex besteht.

Der Mechanismus der Schaffung und Rücknahme von Sachleistungen erfordert, dass autorisierte Teilnehmer mit den im Referenzindex enthaltenen Wertpapieren arbeiten, d. h. neue Anteile erstellen und dann eine Rückerstattung beantragen. Infolgedessen sind die Liquidität des ETF und die des zugrunde liegenden Marktes eng miteinander verbunden. Im Handelsbuch sind die Konditionen für Spread und Gegenwerte der vorliegenden Angebote dieselben, die sich ergeben würden, wenn direkt mit den Wertpapieren gearbeitet würde, aus denen der ETF besteht. Um maximale Liquidität zu gewährleisten, ist es jedoch erforderlich, dass für jeden ETF ein spezialisierter Händler anwesend ist, der verpflichtet ist, die Geld- und Briefkurse für eine von der Deutschen Börse festgelegte Quantität und einen maximalen Spread ohne Unterbrechung anzuzeigen.

Warum in ETFs investieren?

Wie bereits erwähnt, bedeutet eine Anlage in einen ETF, sich in einem Marktindex zu positionieren, der per Definition einen großen Wertpapierkorb enthält, welcher in das Portfolio aufgenommen werden soll. Und dies bringt einige Vorteile, wie die Verringerung des Risikos. Darüber hinaus gibt es mit ETFs eine Senkung der Verwaltungskosten. Tatsächlich hat diese Art von Fonds eine reduzierte jährliche Gesamtkostenquote (TER) und korreliert automatisch mit der Haltedauer, jedoch ohne Eintritts-, Ausstiegs- und Performancegebühren. Die Provisionen, die die jeweilige Bank oder der jeweilige Berater für den Kauf und Verkauf erhebt, sind die einzigen Variablen, die der Sparer berücksichtigen muss. Die vom ETF eingenommenen Dividenden können jedoch regelmäßig an die Anleger proportional zu den in ihrem Vermögen gehaltenen Anteilen (sowie dem Erlös ihrer Wiederanlage) ausgeschüttet oder im Vermögen des ETF aktiviert werden. In jedem Fall bleibt der Investor der einzige Begünstigte.

Selbst wenn die emittierende Gesellschaft bankrott gehen bzw. zahlungsunfähig würde, wären ETFs keinem Risiko ausgesetzt. Tatsächlich handelt es sich bei ETFs je nach Art und Ausgestaltung um „Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren“ (OGAW) oder Investmentfonds. OGAW zeichnen sich dadurch aus, dass sie vom Vermögen der an der Verwaltung von ETFs beteiligten Gesellschaften getrennt sind. Sicherlich sind ETFs jedoch der Tatsache ausgesetzt, dass Aktien, Anleihen und andere Instrumente, in die ihr Vermögen investiert ist, ihren Wert ändern können.

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