Finanzmärkte / Wirtschaft

Wo fängt man an, um sich an den Märkten zurechtzufinden?

Verfasst von MoneyController am 01.05.2021

Es ist einfach zu sagen, dass wir durch Investitionen nach einer gewissen Zeit eine gewisse finanzielle Unabhängigkeit erlangen können. Es ist etwas ganz anderes zu verstehen, ob und welche die richtigen Investitionen sind, um dieses Ziel zu erreichen. Motley Fool Deutschland hat im Magazin Focus einen interessanten Beitrag veröffentlicht, in dem es Anlegern interessante Tipps gibt, wie sie sich in der Welt der Investitionen zurechtfinden können.

Bevor man mit dem Investieren beginnt, muss man sich zunächst vor dem Unerwarteten schützen. Der erste Vorschlag ist daher, ein Reservekapital aufzubauen, das im Notfall oder bei Bedarf verwendet werden kann. Wie Motley Fool betont, sollte man mindestens sechs Monate seines Gehalts beiseitelegen, damit man schwierige Situationen, wie z. B. der unerwartete Bedarf an Medikamenten, unerwartete Ausgaben oder eine Entlassung, die einfach nicht vorhersehbar war, mit relativer Gelassenheit überstehen kann. Auf diese Weise verhindern die gebildeten Rücklagen, dass der Anleger seine Investitionen angreifen muss. Es muss gesagt werden, dass das Abziehen des gesamten oder eines großen Teils des eigenen Kapitals im Voraus oft nicht nur die positiven Effekte der Investition zunichtemacht: Es kann sogar ziemlich teuer werden.

Für Anleger, die nicht besonders erfahren sind, empfiehlt Motley Fool, zunächst kostengünstige passive Indizes oder strukturierte Investmentfonds in Betracht zu ziehen. Für diejenigen, die die Märkte nicht wirklich professionell beherrschen, ist es besser, darüber nachzudenken, sich tatsächlich auf besonders diversifizierte Finanzprodukte zu verlassen. So gibt es beispielsweise ETFs, die in Indizes investieren, deren Größe eine Garantie für Diversifikation und Wachstum ist (der S&P 500 wird oft als Beispiel genommen). Alternativ gibt es Investmentfonds, die sich um bestimmte Sektoren drehen und in viele Unternehmen investieren, die mit der Produktions- oder Lieferkette des jeweiligen Sektors verbunden sind.

Die Auswahl von Einzelaktien birgt natürlich ein höheres Risiko. Obwohl, wie Fachleute wissen, mit den Risiken auch die Chancen auf Rendite steigen. In diesem Fall wäre es falsch, sich ausschließlich auf die Wertentwicklung der Wertpapiere zu stützen. Es gibt viele Parameter, auch nicht-finanzielle, auf die man sich bei der Investition in einzelne Aktien stützen kann. Diese reichen vom Kurs-Gewinn-Verhältnis über den Unternehmenswert bis hin zu den Wachstumsversprechen eines Unternehmens aufgrund möglicher Entwicklungen in der Branche.

Motley Fool empfiehlt, den Geschäftsmodellen der Unternehmen, in die man investieren möchte, besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Eine korrekte Bewertung in diesem Sinne kann sich als entscheidend erweisen. Hierzu zwei Beispiele: Das erste ist Apple und die Tatsache, dass die Popularität einiger seiner Produkte wie dem iPod oder dem iPhone von Anfang an offensichtlich war. Und dann ist da noch Netflix, die Streaming-Plattform, die unser Verhältnis zu Kino und Fernsehen revolutioniert hat. Ein letzter Vorschlag ist schließlich, viel zu lesen und sich zu informieren. Dies beinhaltet die Möglichkeit, eine ganzheitliche Sicht auf seine Investitionen zu entwickeln, d.h. die Beziehung, die das Unternehmen, in das man investiert, zu den allgemeineren Markttrends hat.

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