Finanzberater

Wie wählen Sie Ihren Finanzberater aus? Die Antwort des Vorstands der Bürgerbewegung Finanzwende

Verfasst von MoneyController am 02.03.2021

Der Präsident der Bürgerbewegung Finanzwende und Grünen-Politiker Gerhard Schick gab der Zeitschrift Ökotest ein interessantes Interview. Hier sind seine Antworten zu einer sehr wichtigen Frage: Wie wählen Sie Ihren Finanzberater aus?

Für Schick muss der Fokus des Finanzberaters auf dem Auftrag liegen, den ihm der Kunde erteilt. Mit anderen Worten: Der Berater muss ausschließlich im Interesse des Kunden handeln, genau wie ein Rechtsanwalt oder ein Steuerberater. Für Schick ist ein provisionsbasierter Berater daher nicht die beste Garantie. Obwohl es, wie er zugibt, sicherlich viele seriöse Fachleute gibt, bleibt ihr Hauptziel der Verkauf und nicht die Beratung.

Für Schick ist es die beste Lösung, sich an einen Honorarberater zu wenden. Der Vorteil ist, dass der Berater nie unter dem Druck steht, Produkte verkaufen zu müssen, auch wenn diese nicht benötigt werden. Er kann seinem Kunden auch, wenn nötig, von einer Investition abraten. Im Mittelpunkt seines Interesses sollte nur das Interesse des Kunden zu diesem Zeitpunkt stehen. Für Schick sollten die Stundensätze eines Honorarberaters bei etwa 100 Euro pro Stunde liegen.

Ein weiterer Grund, warum sich Sparer nach Meinung von Schick an einen Honorarberater wenden sollten, ist, dass die Provisionen meist vom Anlagevolumen abgezogen werden. Wenn man, wie er sagt, 1.000 Euro in einen Fonds investiert und 50 Euro der Aufgabeaufschlag ist, investiert man in Wirklichkeit 950 Euro. Wird dieser Mechanismus als Prozentsatz des Gewinns angewandt, kann die Summe im Laufe der Zeit die Kosten für ein teures Honorar übersteigen.

Generell empfiehlt Schick, sehr genau auf die Qualifikation des Finanzberaters zu achten. Es gibt einen großen Unterschied, sagt er, zwischen Wochenendkursen und einer vollständigen Ausbildung zum Certified Financial Planner (CFP). Schließlich sollte man sich daran erinnern, dass es wichtig ist, einen Finanzberater zu wählen, anstatt von ihm ausgewählt zu werden. Genauso wie es sich lohnt, die Wahl auf Grundlage der Kompatibilität zwischen den eigenen Bedürfnissen und dem Berufsprofil des Beraters zu treffen, und nicht auf der Basis einer unmittelbaren Bekanntschaft.

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