Altersvorsorge

Wie viel muss ich sparen, um meine Rente aufzustocken?

Verfasst von MoneyController am 22.01.2021

Es wird oft gesagt, dass die Menschen in Deutschland frühzeitig an den Ruhestand denken sollten. Weniger häufig wird jedoch die Frage gestellt, wie viel man eigentlich beiseite legen sollte, um eine Rente zu gewährleisten, die dem eigenen Lebensstandard entspricht. Das Magazin Focus hat die Ergebnisse einer Studie der Investmentplattform „Weltsparen“ zusammengefasst und gibt genauere Hinweise.

Die Berechnung wurde auf folgende Weise durchgeführt. Zunächst wird für eine Zusatzrente eine monatliche Sparrate von 10 % des Einkommens berücksichtigt (dieser Prozentsatz wird von Finanzexperten als optimal im Verhältnis zum Einkommen empfohlen). Das Referenz-Renteneintrittsalter der Studie liegt bei 67 Jahren; die Lebenserwartung hingegen bei 81 Jahren. An dieser Stelle zeigt die Berechnung die Projektion der Ersparnisse (monatlich 10% des Nettogehaltes, wie oben erwähnt) über das gesamte Arbeitsleben, beginnend mit dem Alter (30, 35, 40, 45 Jahre usw.). Dieser Zahl wird noch eine andere zur Seite gestellt: der Betrag, den man zusätzlich zu dem durch das Sparen angesammelte Vermögen haben sollte, um sich auch nach der Pensionierung den gleichen Lebensstandard leisten zu können. Die Berechnung - und das ist als sehr wichtig anzusehen - erfolgte unter Berücksichtigung der Inflation.

Hier einige Beispiele.

- Wenn ich 30Jahre alt bin. Das durchschnittliche Monatsgehalt eines 30-jährigen Deutschen liegt bei knapp 2.400 Euro. Mit 67 Jahren werde ich eine Nettorente zwischen 1.300 und 1.400 Euroerhalten. Wenn ich jeden Monat 10 % spare, werde ich 128.000 Euro an Ersparnissen haben. Um meinen Lebensstandard halten zu können, brauche ich jedoch eine Summe von 180.000 Euro. Diesen Betrag kann ich also erreichen, wenn ich zu Beginn des Sparens bereits mindestens 53.000 Euro beiseitegelegt habe.

- Wenn ich 40Jahre alt bin. Das durchschnittliche Monatsgehalt eines 40-jährigen Deutschen beträgt 2.800 Euro pro Monat. Um mir den gleichen Lebensstandard nach dem 67. Lebensjahr zu sichern, brauche ich 205.000 €. Wenn ich von nun an jeden Monat 10 % meines Nettogehaltes sparen würde, müsste ich weitere 109.000 Euro hinzufügen, um diesen Betrag zu erreichen.

- Wenn ich 50Jahre alt bin. Als 50-jähriger Deutscher, liegt das durchschnittliche Gehalt bei fast 2.900 Euro im Monat. Um mir den gleichen Lebensstandard im Ruhestand leisten zu können, muss ich zusätzlich zu den monatlichen Sparraten von 10 % eine beträchtliche Summe beiseitelegen bzw. hinzufügen: Wir sprechen hier von fast 146.000 Euro.

Aber was bringt es, über diese Zahlen zu sprechen, die auf den ersten Blick gewaltig sind? Wie Focus gut erklärt, ist der Sinn der Studie nicht, Panik zu erzeugen, sondern „ein Weckruf an alle, die die private Vorsorge lieber auf morgen verschieben“. Kurz gesagt, sie dient dazu, die richtige Größenordnung zu liefern, um zu beginnen, diesen wichtigen Aspekt des eigenen Lebens ernsthaft in Betracht zu ziehen.

Focus weist auch darauf hin, dass diese Zahlen so berechnet werden, als ob der Sparer das Geld buchstäblich unter das Kopfkissen legen würde. Noch einmal erinnert Focus daran, dass es viel intelligentere Möglichkeiten zum Sparen gibt. Das Investieren am Kapitalmarkt - auch wenn es eine Risikokomponente gibt - garantiert im Durchschnitt sicherlich eine höhere Rendite als das bloße Sparen unter dem Kopfkissen (was gleich Null ist). Dann gibt es noch andere Formen des Sparens, die von Lebensversicherungen über Sparpläne bis hin zu Vermögensaufbau-Plänen reichen. Der beste Rat bleibt an dieser Stelle, sich bei der Auswahl eines dieser Produkte auf den Rat eines Finanzberaters zu verlassen.

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