Hypothekendarlehen

Wie viel Eigenkapital muss man ansparen, bevor man eine Baufinanzierung aufnimmt?

Verfasst von MoneyController am 02.02.2021

Das eigene Kapital und die Kreditwürdigkeit sind zwei wesentliche Aspekte, wenn es um die Konditionen einer Baufinanzierung geht. Der erste ist entscheidend für die Berechnung des Zinssatzes. Der zweite ist wichtig, um die gesamte Kaufsumme mit dem Darlehen abdecken zu können oder nicht. Auf der Plattform Biallo.de ist ein ausführlicher Beitrag zum Thema Eigenkapital veröffentlicht worden, der denjenigen helfen kann, die kurz vor der Beantragung einer Baufinanzierung, bzw. einer Hypothek oder Grundschuld stehen.

Der Preisanstieg auf dem deutschen Immobilienmarkt hat sich im Jahr 2020 beschleunigt: Nach Angaben des Statistischen Bundesamt stiegen die Preise im dritten Quartal in Deutschland um 7,8 % gegenüber dem Vorjahr und im Vergleich zum zweiten Quartal um 2,9 %.

Das Wachstum war also höher als die Lohnsteigerungen. Daraus folgt, dass die Baufinanzierungsbeträge in Deutschland weiter steigen. Im Dezember 2020 erreichte der durchschnittliche Betrag ein Rekordhoch von 300.000 €.

Für die Banken ist der Anstieg des Hypothekenvolumens eine Chance, aber auch ein Risiko, das in der Regel mit höheren Zinssätzen verbunden ist. Eine Möglichkeit, sie niedrig zu halten, besteht darin, die Höhe der Baufinanzierung zu reduzieren, indem man zum Kauf der Immobilie auch Eigenkapital einsetzt. Dies ist eine der besten Voraussetzungen, um die Finanzierung günstiger zu gestalten, so dass bei der Beantragung einer Baufinanzierung immer empfohlen wird, mit einem Eigenkapital zwischen 20% und 30% aufzuwarten. Die günstigsten Konditionen gibt es, wenn das Baudarlehen 60% des Wertes der Immobilie nicht überschreitet.

Biallo.de führt ein Beispiel an, wie sich die Zinssätze in Bezug auf das eingesetzte Eigenkapital ändern. Wenn die Baufinanzierung 100 % der Kosten der Immobilie abdeckt, liegt der durchschnittliche Zinssatz für eine Grundschuld bei 2,22 %, während der durchschnittliche Zinssatz nur 1,45 % beträgt, wenn das Baudarlehen 60 % der Kosten abdeckt. Im ersten Fall wird die Baufinanzierung nach 15 Jahren etwas weniger als 30.000 Euro gekostet haben, im zweiten Fall gut 74.000 Euro. Biallo empfiehlt, darauf zu achten, wie sich der Zinssatz von einer Bank zur anderen auf der Grundlage des Eigenkapitaleinsatzes verändert: Der Anstieg könnte nämlich nicht linear, sondern in präzisen Stufen erfolgen.

Ein weiterer sehr wichtiger Punkt, den man im Voraus bedenken sollte, sind die Nebenkosten: Der Immobilienmakler, der Notar und die Eintragungsgebühren ins Grundbuch können bis zu 10% der Kosten der Immobilie erreichen. Es gibt daher Banken, die bereit sind, auch Baufinanzierungen zu bewilligen, die höher sind als die Kosten der Immobilie, bis zu einer Deckung von eben 110%. Bleibt die Tatsache - empfiehlt Biallo.de -, dass die beste Lösung darin besteht, im Voraus den Betrag anzusparen, der benötigt wird, um auf die besten Konditionen für den Abschluss einer Baufinanzierung zugreifen zu können.

MEISTGELESENE ARTIKEL VON HEUTE

MEISTGELESENE ARTIKEL DER WOCHE

MEISTGELESENE ARTIKEL DES MONATS

MEISTGELESENE ARTIKEL DES FINANZFORUMS

Klassifikation anschauen