Vermögensverwaltung

Fondsmanager: Das habe ich aus der Krise gelernt

Verfasst von MoneyController am 16.04.2021

Das Magazin Fondsprofessionell führte ein nettes Interview mit dem stellvertretenden CEO von DJE Kapital, Jan Ehrhardt. Einer der Gründe für das Interview ist, dass der von seinem Unternehmen verwaltete globale Mischfonds DJE Zins & Dividende im März den DEUTSCHEN FONDSPREIS erhalten hat.

Der DJE Zins & Dividende Fonds konnte im Jahr 2020 eine Performance von 6% erzielen. Eines der Erfolgsgeheimnisse war die Schnelligkeit der Manager, die die Schwere der Epidemie sofort erkannten. So reduzierten sie ihr Engagement in Aktien bereits bevor die Marktkrise einsetzte und kehrten danach zum Kauf von Aktien zurück. Wie Ehrhardt betont, war es jedoch die Arbeit des Investmentteams in den vergangenen Jahren, die eine Schlüsselrolle spielte und den Fonds besonders solide und bereit für die anspruchsvollsten Herausforderungen machte. Wie Ehrhardt erklärt, ist es auch bei Investitionen das tägliche, kontinuierliche Engagement, das den Unterschied macht, nicht einzelne Spitzenleistungen.

Eines der wichtigsten Dinge, die Ehrhardt nach eigener Aussage aus den Erfahrungen des letzten Jahres gelernt hat, ist die zentrale Rolle der IT. Nicht nur Unternehmen aus der IT-Branche profitierten. Auch gut ausgestattete Unternehmen erwiesen sich als widerstandsfähiger als ihre Konkurrenten (man denke an E-Commerce). Ehrhardt erklärt, dass die technologischen Ressourcen von DJE Kapital es den Managern erlaubt hätten, von überall auf die wichtigsten Datenbanken zuzugreifen. Im Grunde genommen wäre die Arbeit nie unterbrochen worden. Außerdem wären Videokonferenzen im Durchschnitt produktiver als reguläre Besprechungen - obwohl Ehrhardt zugibt, dass einige Meetings, insbesondere mit Kunden, weiterhin vor Ort stattfinden sollten.

Ehrhardt unterstreicht natürlich die wachsende Bedeutung des Nachhaltigkeitssektors. Besonderes Augenmerk sollte auf bestimmte Sektoren mit guten langfristigen Perspektiven gelegt werden, wie zum Beispiel die Windenergie oder die Elektromobilität. Nicht zu übersehen sei, dass es auch im Infrastruktur- und Bausektor im Zusammenhang mit den staatlichen Beihilfen einen guten Aufschwung geben werde. Gute Aussichten gebe es auch für Finanzdienstleister, die den Banken Marktanteile wegnehmen. Schließlich bestehe die Möglichkeit, wieder in jene Sektoren zu investieren, die von höheren Zinsen profitieren werden, wie beispielsweise der Anleihe- und Versicherungssektor.

 

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