Anlagen

Vom Bankkonto zum Wertpapierdepot um Anzusparen

Verfasst von MoneyController am 06.05.2021

Das Konzept des Sparens hat sich seit einiger Zeit verändert. Während für frühere Generationen Sparen einfach bedeutete, Geld zur Seite zu legen, bedeutet es heute, es wieder zu investieren. Die Corona-Krise scheint diesen Mentalitätswandel beschleunigt zu haben. Zur Bestätigung hat das unabhängige Finanzberatungsgruppe Plansecur Daten veröffentlicht, mit denen es feststellt, dass sich die Zahl der Verträge für Wertpapiersparpläne im ersten Halbjahr 2020 verdreifacht hat.

Die Vorteile, die ein Wertpapiersparplan bietet, sind vielfältig, wie auch Plansecur-Geschäftsführer Johannes Sczepan erklärt. Aber Vorteile gegenüber was? Natürlich im Vergleich zu einem herkömmlichen Bankkonto oder Sparbuch. Wie Sczepan betont, ist diese Art von Sparplan "allen Altersgruppen anzuraten, weil die 2020er Jahre aller Voraussicht nach ein Jahrzehnt ohne nennenswerte Zinserträge sein werden". Die Folge einer Welt mit so niedrigen Zinsen ist die fortschreitende Verringerung des Geldwertes durch Inflation. Wenn man sein Geld auf der Bank liegen lässt, ohne dass es nennenswert verzinst wird, bedeutet dies im Grunde, dass die Inflation es langsam auffrisst.

"Die Zusammenstellung des zu den jeweiligen Kunden passenden Fondsportfolios gehört derzeit zu den Hauptaufgaben unserer Beraterinnen und Berater", sagt Sczepan. Diese Feststellung ist wichtig. Geld anzusparen, indem man in den Aktienmarkt investiert, bedeutet, im Laufe der Zeit Finanzprodukte zu kaufen, zu versuchen, vom Wachstum der Märkte zu profitieren und sich gleichzeitig vor den Risiken zu schützen, die mit Marktschwankungen verbunden sind. Dies ist oft kein leichtes Unterfangen. Für Sczepan gilt: "Die Zusammenstellung des Fondsportfolios sollte man auf jeden Fall einem Profi überlassen". Wie könnte man ihm widersprechen? Die Zusammenstellung eines Anlageportfolios erfordert den Einsatz vieler Kompetenzen. Das Anlageziel muss mit der Risikotoleranz des Anlegers, seinen finanziellen Ressourcen und seinem spezifischen Wissen über Finanzprodukte kombiniert werden. Kurz gesagt, das Investieren an den Märkten ist sicherlich komplexer als das Einzahlen seines Geldes bei einer Bank.

Nun, die Schwierigkeiten sollten Sparer nicht abschrecken. Denn Finanzberatung und Vermögensverwaltung dienen ja gerade dazu, die Welt der Ersparnisse und der Investitionen einander näher zu bringen. Eine aktive Verwaltung der eigenen Ersparnisse bringt sicherlich zusätzliche Kosten und Risiken mit sich. Aber es gibt Möglichkeiten, die Risiken zu minimieren und die Renditechancen zu maximieren. Beispielsweise ist es möglich, langfristig kleine Beträge zu investieren, um die negativen Auswirkungen von Marktschwankungen auszugleichen. Darüber hinaus bedeutet die Anlage in einen Investmentfonds oft die Investition in ein Anlageprodukt, das in seiner Zusammensetzung stark diversifiziert ist. Es lohnt sich, den Geschäftsführer von Plansecur noch einmal zu zitieren, um sich daran zu erinnern: "Generationen wurden von klein auf dazu erzogen, ihr Erspartes auf die Bank zu bringen. Das Sparbuch wurde ihnen schon in der Kindheit als Inbegriff der Grundlage für ein gutes Leben indoktriniert. Dieses Paradigma, das schon seit mindestens zehn Jahren überholt ist, scheint nun endlich ein Ende zu finden".

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