Anlagen

Wertpapierdepot und Erbschaft

Verfasst von MoneyController am 05.05.2021

Ist es möglich, die Übertragung eines Wertpapierdepots im Erbfall steuerlich zu optimieren? Auf der Online-Plattform "Das Investment" erklärt Iris Bülow, dass es nicht nur möglich, sondern auch relativ einfach ist.

Es gibt eine Parallele zur Welt der Immobilien, die es einfacher macht, das Konzept zu erklären und vor allem zu verstehen. Das Eigentum an einem Wertpapierdepot kann in der Tat durch eine Art "Nießbrauch-Vertrag" übertragen werden. Aus Immobiliensicht funktioniert das so: Der Eigentümer überträgt das Eigentum an der Immobilie, bleibt aber der Nießbraucher, solange er lebt. Im Falle eines Wertpapierdepots ist der Mechanismus ähnlich: Der Eigentümer gibt das Eigentum an dem Wertpapierdepot auf, er hält jedoch weiterhin die Erträge daraus, solange er lebt.

Nun, der Nießbrauchvertrag kommt den Parteien zugute, wenn er frühzeitig abgeschlossen wird. Zum einen kann der Nießbraucher nämlich über die Erträge seines Kapitals nach Belieben verfügen, und zwar solange er lebt. Auf der anderen Seite wird der Empfänger des Depots von einer erheblichen steuerlichen Ermäßigung profitieren, die proportional zu den Jahren der Nutzung durch den Nießbraucher ist (da er - aus Sicht der Steuerbehörden - über die Jahre hinweg nicht von den Erträgen des Depots profitieren konnte).

Im Artikel wird auf ein von der Münchener V-Bank zur Verfügung gestelltes Tool hingewiesen, mit dem die Vorteile einer solchen Übertragungsmethode berechnet werden können. Es handelt sich um ein Berechnungstool, das auf der hauseigenen Plattform V-Check zur Verfügung steht und von der digital spezialisierten Steuerberatung Fintegra getestet wurde. Das Tool ist vor allem hilfreich, wenn man die Tatsache berücksichtigt, dass die Steuerberechnung auf der Grundlage bestimmter Variablen erfolgt, wie z.B. Alter, Geschlecht und Verwandtschaftsverhältnis des Nießbrauchers. Die Variablen dienen zur Berechnung der Lebenserwartung, die dann mit einem vom Bundesfinanzministerium festgelegten Faktor multipliziert werden muss.

Wie im Artikel erwähnt, schlägt die V-Bank diese Methode der Vererbung als eine gute Methode zur Steueroptimierung nicht nur für große Nachlässe vor. An dieser Stelle gibt es zwei Empfehlungen: Diese Lösung so schnell wie möglich vorwegzunehmen, um die daraus resultierenden Steuervorteile zu maximieren und gleichzeitig, wie die Experten von Fintegra raten, sich beraten zu lassen, um alle Aspekte eines Nießbrauchvertrags zu klären.

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