Banken und Bankprodukte

Warum verdienen amerikanische Banken mehr als deutsche?

Verfasst von MoneyController am 16.10.2020

Die vierteljährlichen Daten von mindestens zwei US-Banken sind wirklich erstaunlich. Goldman Sachs verdiente 9,4 Milliarden Dollar. Morgan Stanley verdiente dagegen „nur“ 2,6. Aber wie ist es möglich, dass in solchen Zeiten so positive Ergebnisse erzielt werden können? Die FAZ hat eine überzeugende Antwort gegeben. Um den Grund für einen solchen Gewinn zu verstehen, muss man nämlich berücksichtigen, dass diese Gewinne dank des Kapitalmarktes erzielt wurden. Tatsächlich mussten sich immer mehr Unternehmen am Kapitalmarkt finanzieren, und dazu mussten sie auf große Investmentbanken zurückgreifen. Darüber hinaus begünstigen häufige Marktwechsel die großen Vermögensverwalter. Warum? Weil sie die Gebühren für die Verwaltung einziehen.

Die deutschen Investmentbanken standen dagegen vor mehr als einer Schwierigkeit. Zum einen sind sie nach wie vor stark auf private Ersparnisse ausgerichtet und nicht auf den Kapitalmarkt spezialisiert. Zum anderen sind sie der Konkurrenz von VR-Banken und Sparkassen ausgesetzt. Drittens sind die Zinssätze so niedrig wie nie zuvor und es ist kaum anzunehmen, dass sie in kurzer Zeit wieder ansteigen werden. Amerikanische Banken sind jedoch aus Sicht der Zahlungsausfälle einem höheren Risiko ausgesetzt. Die Vereinigten Staaten ihrerseits sitzen sozusagen auf einer ganz bestimmten Zeitbombe, nämlich dem Kreditkartenmarkt. Unter diesem Gesichtspunkt können nicht einmal deutsche Banken friedlich schlafen, aber mehr Garantien geben, dies schon.

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