Finanzmärkte / Wirtschaft

Warum kauft die EZB so wenige Anleihen an?

Verfasst von MoneyController am 04.11.2020

11 Milliarden Euro sind nicht wenig. Wenn wir jedoch über das Anleihekaufprogramm der EZB sprechen, wird diese Zahl recht bescheiden. Tatsächlich entspricht dies dem Volumen der Anleihen, das in der letzten Woche vom größten Finanzinstitut der europäischen Gemeinschaft angekauft wurde. Warum so wenig? Das im März gestartete Programm sieht ein Gesamtpaket von 1.350 Mrd. EUR Ankaufsvolumen vor. Die EZB verlangsamte jedoch ihre Ankäufe, da die Zinssätze für fast alle Staatsanleihen sanken. Natürlich: Die Garantie der Zentralbank konnte nur diesen Effekt haben. Ziel also erreicht. Die Dinge ändern sich jedoch schnell. Die Lockdown-Kette, von der alle großen europäischen Länder betroffen sind, droht die Stabilität ihrer Volkswirtschaften zu gefährden. Die Zinssätze für Staatsanleihen werden schnell wieder ansteigen. Die Verringerung der Ankäufe lässt daher einen Anstieg im Dezember erwarten. Es war Präsidentin Christine Lagarde selbst, die ankündigte, dass bald wieder alle Instrumente zur Abwendung einer Krise eingesetzt werden. Die EZB-Waffe spart sozusagen nur ein paar Kugeln ein, ist aber bereit, sie bald wieder einzusetzen.

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