Anlagen

Warum die 60/40-Lösung für ein Portfolio immer noch funktioniert

Verfasst von MoneyController am 12.01.2021

Die Pimco-Portfoliomanagerin Erin Browne hat eine Analyse veröffentlicht – die auch in der Financial Times erschienen ist –, in der sie die 60/40-Portfoliostrategie analysiert. Dies ist eine Strategie, die das Portfolio diversifiziert, indem sie vorsieht, dass es zu 60% aus Aktien und zu 40% aus Anleihen besteht. Trotz der Prognosen hat sich diese Strategie nicht nur bewährt, sondern sogar die Ergebnisse der Vorjahre übertroffen: Die Ergebnisse zum 15. Dezember 2020 sprachen von einer Portfoliorendite von 11% gegenüber einem 30-Jahres-Durchschnitt von 7,5%.

Die beiden Benchmarks von Browne sind der MSCI All Country World Index mit einem Anteil von 60% und der Bloomberg Barclays Global Aggregate Index mit 40%.

Der größte Zweifel der Anleger betrifft den Nutzen von Anleihen, die vor allem aufgrund der niedrigen Zinsen besonders schwierige Zeiten durchleben. Erin Browne argumentiert jedoch, dass Anleihen auch in den kommenden Jahren eine entscheidende Rolle spielen werden. Sie werden insbesondere dazu dienen, Multi-Asset-Portfolios zu ergänzen. In der Tat besteht für Multi-Asset-Portfolios das Risiko, unter der für dieses Jahr erwarteten Volatilität der Märkte zu leiden, wobei die Erholung sicherlich holprig sein wird.

Browne befasst sich mit der Werterhaltungsfunktion, die US-Treasuries, typische Beispiele für festverzinsliche Anleihen, für Portfolios haben. Das Vorhandensein dieser Wertpapiere in den Portfolios hat zu einem Wertzuwachs der Portfolios von 2,3 % beigetragen. Die eigentliche Rolle der Anleihen bestand jedoch darin, die Marktvolatilität zu begrenzen (nach Brownes Berechnungen durchschnittlich 5,9 Punkte weniger). Auch in Anbetracht der Tatsache, dass der MSC-Index in Zeiten eines „Bärenmarktes“ sogar 30% seines Wertes verloren hat.

Der andere Aspekt, der es für Browne wichtig macht, einen gewissen Anteil an Anleihen im Portfolio zu besitzen, ist die nahezu konstante negative Korrelation zwischen Aktien- und Rentenmarkt. Eine negative Korrelation, die sogar besser funktioniert als andere Aktienklassen (Öl ist zusammen mit den Märkten gefallen, so wie Gold zusammen mit den Aktien gestiegen ist).

Schließlich schlägt Browne vor, die Investition in festverzinsliche Wertpapierein zwei Komponenten aufzuteilen: erstens Absicherung und zweitens Rendite. Auf diese Weise – so sein Fazit – „können Anleger ein gut diversifiziertes Fixed-Income-Portfolio zusammenstellen, das nach wie vor von enormem Nutzen für Multi-Asset-Portfolios sein kann“.

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