Blockchain Technologie

Vor- und Nachteile der Blockchain für diejenigen, die an der Börse investieren

Verfasst von MoneyController am 26.05.2021

In den letzten Wochen gab es eine Menge Nachrichten im Zusammenhang mit einer bestimmten Art von digitalen Vermögenswerten, den Kryptowährungen. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Volatilität dieser Wertpapiere Tatsächlich könnte sich die Debatte um die Technologie, die Kryptowährungen zugrunde liegt, nämlich die Blockchain-Technologie, als noch interessanter erweisen. Eine sehr wichtige Frage, die man sich stellen muss, ist folgende: Wie nützlich könnte diese Technologie für die Finanzwelt und insbesondere für Transaktionen an der Börse sein?

In einer kürzlich im Schweizer Magazins "finews.ch" geführten Diskussion erörterten drei Experten das Thema und sprachen über die möglichen Vorteile der Blockchain-Technologie, die bereits heute den Aufbau von virtuellen Portfolios ermöglichen kann, die mit Vermögenswerten (z. B. Immobilien und Luxusgütern) verknüpft sind. Die Vorteile, die diese Technologie mit sich bringe, könnten sogar für das Privatkundenangebot der Banken gelten. Jemand ging sogar so weit zu sagen, dass wir vor einem regelrechten "Goldrausch" bei digitalen Vermögenswerten stehen.

Eine andere, durchaus interessante Meinung vertritt der Geschäftsführer der Quant Capital GmbH, Dieter Falke, die auch von der Fachzeitschrift "Fondsprofessionell" aufgegriffen wurde. Nun anerkennt Falke durchaus den großen Nutzen der Technologie für den Schutz von Finanzwerten vor Fälschungen, die insbesondere im Rahmen des Handels auftreten können. Hierbei habe die Blockchain allerdings einen großen Makel, der sie derzeit daran hindert, auf den Finanzmärkten Fuß zu fassen: die geringe Geschwindigkeit.

Die Blockchain ist eine Technologie, die Daten aus einem Netzwerk von Servern erzeugt. Damit ein Datenelement validiert wird und einen eindeutigen und nicht veränderbaren Code erhält, muss das Servernetzwerk ein Bestätigungssignal geben. Wie man weiß, benötigt dieser Vorgang (neben einem hohen Energieverbrauch, wie im Fall von Bitcoin) Zeit, viel mehr als heutzutage beim Handel an der Börse erforderlich ist. Im letzteren Fall sprechen wir über Datenverarbeitungsprozesse, für die nicht mehr als ein paar Nanosekunden benötigt werden.

In der Welt der Investitionen hat tatsächlich ein wichtiger Übergang stattgefunden, der sich extrem auf die Geschwindigkeit der Börsen auswirkte: Man ist vom Makro- zum Mikro-Handel übergegangen, das heißt von einem normalen Austausch von Wertpapieren an der Börse zu einem entsprechend superschnellen. Um eine Idee davon zu bekommen, kann man die durchschnittliche Zusammensetzung der an der Börse vorhandenen Portfolios betrachten: Wenn ein Teil von ihnen aus langfristig gehaltenen Wertpapieren besteht, so gibt es einen ebenso bedeutenden Teil, der nur für einige Sekunde bis zu einem Maximum von einer halben Stunde gehalten wird. Dies ist die Welt des Mikrohandels, die dank der Geschwindigkeit des Handels die Volatilität der Preise viel weniger bedeutsam macht (es ist schwierig, dass ein Preis in wenigen Sekunden stark fällt).

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