Anlagen

Vorsicht vor „Börsen-Scharlatanen“

Verfasst von MoneyController am 05.01.2021

Vor einigen Monaten hatte die Tagesschau ihre Leser, insbesondere junge Menschen, vor der Gefahr des Tradings gewarnt. Der Verkauf von speziell für diesen Zweck entwickelter Software erfolgte über Anzeigen, die sogar in sozialen Netzwerken wie Facebook und Instagram erschienen. Das Versprechen war ein Verdienst von 2 bis 5% pro Woche für diejenigen, die diese Software gekauft hätten. Jeder, der sich mit Geldanlagen auskennt, erkennt sofort, dass es sich um einen Betrug handelt: Es gibt keine Geldanlagen, mit denen man so viel und so sicher verdienen kann.

Es sind jedoch auch glaubwürdigere Gewinnversprechen im Umlauf. Diese Versprechen sind natürlich die gefährlichsten. Der Redakteur von „Das Investment“, Andreas Harms, hat einen interessanten Artikel zu diesem Thema verfasst, in dem er einige Hinweise gibt, wie man nicht in die Falle der, wie er es nennt, „Börsen-Scharlatane“ tappt.

Die erste Aussage von Harms, die offensichtlich erscheinen mag, ist tatsächlich sehr wichtig: „Niemand weiß ganz genau, welche Aktien wann steigen werden“. Der globale Finanzmarkt besteht aus Millionen von Teilnehmern und ist von unzähligen Faktoren abhängig. Es ist einfach lächerlich zu glauben, dass man die Entwicklung einer Aktion sicher vorhersagen kann.

Der Wert einer Aktie - behauptet Harms - leitet sich nicht allein davon ab, wie stark ihr Wert in der unmittelbaren Zukunft wächst. Zunächst einmal gibt es keinen einzigen Parameter zur Messung des Wachstums: Beispielsweise kann der bloße Parameter der Rendite in Relation zum Risiko oder zum Cashflow gesetzt werden, um die Art der Investition besser zu definieren. Darüber hinaus zeigt eine Investition ihre Güte im Laufe der Zeit, d. h. wenn sie in der Lage ist, stetige Erträge zu liefern. Es wird deutlich, dass eine Investition in eine Aktie, die gerade steigt, nicht unbedingt eine Investition in ein gutes Unternehmen bedeutet.

Basierend auf dem oben Gesagten, ergibt es keinen Sinn, darüber nachzudenken, den Markt zu schlagen. Stattdessen ist es sinnvoller, sich vom Markt belohnen zu lassen. Seinen Entscheidungen treu zu bleiben, kann helfen, nicht in Panik zu verfallen und das gefährliche Spiel zu vermeiden, zum Zwecke der Spekulation in die Märkte ein- und wieder auszusteigen. Zeit, das darf man nie vergessen, ist eine der wichtigsten Ressourcen, in die man investieren muss.

Dann gibt es noch einen Aspekt, den man beim Investieren nicht übersehen darf, und das ist die Diversifikation. Welche Diversifikation kann eine Anlage in Aktien bieten, mit dem alleinigen Ziel, in kürzester Zeit Gewinne zu erzielen? Sehr wenig. Daher lautet der Rat von Harms, sich auf einen Investmentfonds oder besser noch auf mehrere Investmentfonds zu verlassen.

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