Vermögensverwaltung

Vermögensverwalter: Wie gewinnt man eine jüngere Klientel?

Verfasst von MoneyController am 24.08.2021

Das Institut für Vermögensverwaltung (InVV) der Technischen Hochschule Aschaffenburg hat eine Studie veröffentlicht, aus der hervorgeht, dass das Durchschnittsalter derjenigen, die einen Vermögensberater in Anspruch nehmen, in Deutschland rapide ansteigt. Kurz gesagt: Auch die Bevölkerung, die eine Vermögensverwaltung nutzt, wird immer älter. Wie kann man zu den jüngeren Altersgruppen aufschließen?

Die erste Umfrage im Jahr 2014 ergab, dass Anleger über 60 39 % der Stichprobe ausmachten. Im Jahr 2021 stieg der Anteil auf 42 % des Kundenstamms. Der größte Zuwachs war bei den über 70-Jährigen zu verzeichnen: +5 %. Der Anteil der 20- bis 50-Jährigen liegt dagegen weiterhin bei 27 %. Der Leiter des InVV, Hartwig Webersinke, hat das Thema treffend zusammengefasst: "Die Frage, wie die unabhängigen Vermögensverwalter junge Generationen gewinnen können, wird immer drängender. Die demografische Uhr für die Branche tickt."

Auch das Durchschnittsalter der Geschäftsführer der Vermögensverwaltungen liegt nur knapp unter 60 Jahren und in den meisten Fällen über 55 Jahren. Das Institut hat die Antworten von unabhängigen Vermögensverwaltern ausgewählt, die an mindestens sieben der acht durchgeführten Umfragen teilgenommen haben, d.h. durchschnittlich 43 Unternehmen, die jedes Jahr befragt wurden. Das verwaltete Vermögen der einzelnen Firmen verteilt sich wie folgt: Fünf Verwalter verwalteten weniger als 50 Millionen Euro, siebzehn verwalteten zwischen 150 und 500 Millionen, zwölf verwalteten zwischen 50 und 150 Millionen Euro und sechs verwalteten mehr als 500 Millionen.

Ja, aber wie kann man das Problem des zunehmenden Attraktivitätsverlustes bei der jüngeren Generation überwinden? Die Antwort von Webersinke ist auf ihre Art recht einfach und besteht aus zwei Punkten. Der erste besteht darin, sich auf digitale Technologien zu konzentrieren, um die Online-Zugänglichkeit der eigenen Dienstleistungen zu maximieren. Der zweite Punkt ist, diese Dienstleistungen und Angebote auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten zugänglich zu machen, d.h. Anlagelösungen anzubieten, die angesichts des Alters der Zielgruppe an das geringe Vermögen, das ein junger Mensch heute anlegen kann, angepasst werden können.

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