Immobilien

Vermögensexperte erläutert die Veränderungen, die auf Offene Immobilienfonds zukommen

Verfasst von MoneyController am 16.03.2021

In einem Artikel in Fondsprofessionell erklärt Stephan Witt von Finum Privat Finance (Finanzdienstleister) sehr gut, dass die Unbeweglichkeit des Immobilienmarktes nur vordergründig sei und sich dahinter eine Situation verberge, die tiefgreifende Veränderungen hervorrufen könnte.

Der Immobilienmarkt ist im Jahr 2020 trotz allem, was geschehen ist, weiter gewachsen. In den Zeitungen konnte man allenfalls lesen, dass Häuser mit Balkonen im Preis gestiegen waren, sowie dass es in den schwierigsten Monaten zu Verzögerungen bei der Zahlung der Mieten gekommen war. Was in Wirklichkeit passiert, ist für Witt eine tiefgreifende Veränderung. Einerseits sind nämlich Hotels und kleine Händler durch die Wirtschaftskrise in Bedrängnis geraten: Viele, vor allem unter den Hoteliers, mussten bereits schließen; andere, vor allem Händler, sind mit ihren Zahlungen im Rückstand. Auf der anderen Seite aber entstehen immer mehr Logistik- und Wohnimmobilien wie nie zuvor. 

Dieser große Wandel, der die veränderten Gewohnheiten unserer Gesellschaft widerspiegelt, spiegelt sich auch direkt in den Produkten der Offenen Immobilienfonds wider. Die Risiko- und Renditeprofile der einzelnen Produkte ändern sich tatsächlich plötzlich. In vielen Fällen, wie z.B. bei Händlern, ist das Ausfallrisiko deutlich gestiegen; bei der Logistik ist es jedoch die Rendite, die noch zulegen muss. Es gibt auch Bereiche, in denen es schwierig ist, Vorhersagen für die Zukunft abzugeben: Werden Büroflächen neu belegt oder wird es immer mehr Leerstände in diesen Gebäuden geben? Dieser einzelne Aspekt wird zum Beispiel weitgehend von einem externen Aspekt hinsichtlich des Immobilienmarkts abhängen, nämlich von der Unternehmenspolitik bezüglich des Homeoffice.

Die Investition in offene Immobilienfonds, so Witt, kann durchaus höhere Renditen bringen als ein einfaches Bankkonto, bei dem die Ersparnisse durch die Inflation aufgezehrt werden, ohne dass Erträge anfallen. Auf der anderen Seite scheinen die Risiken im Markt der Offenen Immobilienfonds erst dann sichtbar zu werden, wenn es zu spät ist. Witt rät, die Investitionen auf harte Fakten zu stützen: Sind die Eigentümer oder Mieter der Immobilien, die der Fonds besitzt, zum Beispiel mit den Zahlungen im Rückstand oder nicht? Oder: Wächst die Nachfrage nach Wohnungen in dieser Gegend oder nicht? Die Beantwortung solcher Fragen hilft, seine Ersparnisse generell mit größerer Sicherheit zu investieren. Für Offene Immobilienfonds ist dies angesichts der veränderten Situation gerade jetzt wichtig.

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