Finanzmärkte / Wirtschaft

Panik vor Marktcrash – wie man sie vermeidet

Verfasst von MoneyController am 26.04.2021

Das Finanzmarktumfeld kann sehr stressig sein und in einigen Fällen einen gefährlichen emotionalen Druck ausüben, der Anleger zu unüberlegten Entscheidungen verleiten kann. Das Magazin Cash.online berichtete über einige der Überlegungen von Nikolas Kreuz, Geschäftsführer der Invios GmbH, die es wert sind, kurz zusammengefasst zu werden.

Kreuz verweist auf das limbische System als das Zentrum, aus dem unsere stärksten Emotionen wie z.B. Angst kommen. Nun, Verlustangst oder tatsächlicher Verlust lösen eine unmittelbare Reaktion in unserem Gehirn aus, die sich bis zum Wunsch zu fliehen und einer Panikattacke steigern kann. Für Kreuz ist es entscheidend, sich von diesen Emotionen nicht überwältigen zu lassen und auf der Grundlage von Fakten zu handeln. Kurz gesagt, dem rationalen Teil in uns selbst Glauben zu schenken, dem Teil, der sich auf konkrete Fakten stützt, und zu versuchen, nicht auf das zu hören, was unser limbisches System uns stattdessen empfehlen würde.  

Die Marktprognosen schließen die Möglichkeit von Schwankungen in den kommenden Monaten nicht aus. Diese Schwankungen könnten zu emotionaler Instabilität führen, die Anleger - wie oben erwähnt - dazu bringen, in Panik zu geraten und die Märkte überstürzt zu verlassen. Nun setzt Kreuz in dem oben zitierten Artikel sein Prinzip gleich in die Praxis um: Er weist darauf hin, dass zwar die Möglichkeit einer gewissen Turbulenz bestehe, aber gerade seine Größe den Finanzmarkt im Allgemeinen stabil mache.

Mehr noch: Kreuz verweist auf die guten Zahlen von Apple und IBM & Co und die Geldpolitik, die dank niedriger Zinsen ein großes Volumen an umlaufendem Geld garantiere. Nun, allein diese beiden Faktoren sollten im Moment die Anleger vor einem möglichen und plötzlichen Zusammenbruch der Aktienmärkte beruhigen.

Dies bedeutet jedoch nicht, dass man nicht gegen mögliche Risiken gewappnet sein sollte. Im Finanzwesen ist eine der goldenen Regeln zur Risikominderung die Diversifizierung von Investitionen. Kreuz nennt als Beispiel den von Invios verwalteten Vermögensbildungsfonds, der aus 3.000 aktiven Investments und ETFs bestehe. Einen kühlen Kopf zu bewahren, bedeute zudem nicht, nichts zu tun: Wenn nötig, sei der erwähnte Fonds bereit, seine Aktienquote innerhalb weniger Tage von 70% auf 30% zu reduzieren. Aber diese Art von Strategie kann nicht auf der emotionalen Welle des Augenblicks angewendet werden, sondern auf der Grundlage einer mittel- und langfristigen Strategie, dank derer man sein limbisches System unter Kontrolle halten kann, um vor allem die eigenen Investitionen in einer gelasseneren Art zu betrachten.

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