ETF

Unser Glückwunsch zum Geburtstag, ETFs!

Verfasst von MoneyController am 16.04.2020

In diesen Tagen wurde ein besonderes Jubiläum gefeiert. Vor zwanzig Jahren, gerade in diesen Tagen, wurden zwei brandneue Produkte an der deutschen Börse notiert. Diese waren zwei von iShares aufgelegte Fonds, die zwei Börsenindizes reproduzierten, den Dow Jones Stoxx 50 und den Dow Jones EuroStoxx 50. Wie der Index angibt, konnten Anleger mit einem einzigen Kauf mit diesem Fonds die Wertentwicklung von gut 50 Titeln reproduzieren. Die ARD erinnerte daran, dass diese Idee, einen Börsenindex über einen Fonds zu reproduzieren, bereits dem amerikanischen Vermögensverwalter Vanguard gekommen war, der den S&P 500-Index nachgebildet hatte. In Deutschland war der Erfolg von ETFs groß. Frankfurt ist die erste Börse für diese Finanzprodukte in Europa mit einem Volumen von über 700 Milliarden am Ende des letzten Jahres.


ETFs reproduzieren Börsenindizes, bei denen es sich um Aktien-, Anleihen-, Pensions-, Immobilien- oder rohstoffbezogene Indizes handeln kann. Was macht sie so attraktiv? Hier handelt es sich um leicht austauschbare, flüssige Produkte, für die maximale Transparenz gegeben ist, da sie an präzise Indizes gebunden sind. Darüber hinaus fühlen sich viele Anleger von den niedrigen Verwaltungskosten angezogen, wobei diese jedoch immer vorhanden sind. So warnte die Süddeutsche Zeitung die Sparer zu Beginn des Jahres – Vorsicht vor ETFs, die ohne administrative Kosten dargestellt werden. Es war nämlich vorgekommen, dass einige ETF-Sparpläne als kostenlos eingeführt worden waren und sich jedoch nur für einen bestimmten Zeitraum als solche herausstellten. Der Grund war eindeutig werbungsbedingt. Auf Grund der versteckten Kosten für diese Produkte hatte die Suddeutsche Zeitung diese ETFs als die Mogelpackung des Jahres bezeichnet.


Der andere Aspekt, der ETFs in den Augen der Anleger attraktiv macht, ist die Diversifikation. Vielleicht weiß nicht jeder, dass ETFs auch die Möglichkeit bieten, Produkte aus verschiedenen Investmentsektoren zu kombinieren, die beispielsweise aus dem Aktien-, Anleihen- oder Immobilienmarkt stammen. In gleicher Weise gibt es auch Algorithmen, die ihre interne Verteilung dynamisch neu ausgleichen, wobei die Quoten der Wertpapiere auf der Grundlage der historischen Renditen der einzelnen Wertpapiere angepasst werden. Es sollte jedoch berücksichtigt werden, dass einer intensiveren aktiven Verwaltung dieser Fonds höhere Verwaltungskosten entsprechen. 

 

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