Versicherungen

Private Krankenversicherung - Tipps zum Sparen

Verfasst von MoneyController am 29.05.2021

Nicht selten sehen sich in Deutschland Privatversicherte plötzlich mit steigenden Versicherungsbeiträgen ihrer Krankenversicherung konfrontiert. Yvonne Vollmer von der Verbraucherzentrale Hamburg gab in einem Interview mit Claudia Mende von der Bild-Zeitung einige Ratschläge für Versicherte, die angesichts dieser Beitragserhöhungen versuchen wollen, etwas einzusparen.

Eine ganz normale Frage ist: Welche Vorteile könnte mir ein Wechsel des Versicherungsanbieters bringen? Das kann sicherlich eine Idee sein, aber es ist nur dann eine gute Idee, wenn man jung ist. Man darf nämlich nicht vergessen, dass derjenige, der für eine Versicherung zahlt, auch einen Beitrag zu den sogenannten Altersrückstellungen leistet, d.h. eine Art Anzahlung auf künftige Beitragserhöhungen, die mit dem Alter sonst noch stärker ausfallen würden (aus dem offensichtlichen Grund, dass das Risiko für ältere Menschen höher ist). Darüber hinaus kann ein Wechsel zu einem neuen Versicherer eine neue Gesundheitsprüfung und damit eine Erhöhung der zu zahlenden Beiträge aufgrund der erkannten Risiken mit sich bringen. Wer jedoch nach 2009 eine private Krankenversicherung abgeschlossen hat, kann einen Teil seiner Altersrückstellungen auf den neuen Versicherer übertragen.

Um Geld bei den monatlichen Beiträgen zu sparen - so lesen wir in Bild - ist es möglich, den Selbstbehalt zu erhöhen: Die Ersparnis könnte ausreichen, um die anfallenden Kosten zu kompensieren, die man zu tragen hat. Wenn diese Kosten den Selbstbehalt übersteigen, wird die Erstattung der Versicherung natürlich wieder gültig. Der Selbstbehalt kann auch für bestimmte Module, wie z. B. Psychotherapie, festgelegt werden. Vollmer rät jedoch, den Selbstbehalt nicht zu stark zu erhöhen, damit es später nicht zu schwierig wird, eventuell den Tarif zu wechseln (da die Versicherung dies als günstigere Änderung für den Versicherten ansieht). Auch bei den Zusatzleistungen innerhalb der Krankenversicherung kann man Geld sparen: So kann man z.B. auf die Leistung für ein Einzelzimmer beim Krankenhausaufenthalt verzichten.

Wenn bestimmte Bedingungen bei Alter, Einkommen und Dauer des Versicherungsvertrags gegeben sind, schlägt Vollmer weiterhin vor, die Möglichkeit einer Umstellung auf den Standardtarif in Betracht zu ziehen. Eine weitere Möglichkeit ist, sich nicht nur auf die vorgelegten Tarife zu beschränken, sondern die gesamte Palette der verfügbaren Angebote einzuholen. An dieser Stelle stößt man jedoch oft auf eine Schwierigkeit: Versicherungsgesellschaften sind oft nicht sehr transparent in der Darstellung der Kosten und Bedingungen all ihrer Tarife - manchmal gerade um Tarifwechsel zu vermeiden. Sicher, es gibt Unternehmen, die anbieten, die Versicherungskosten miteinander zu vergleichen und den Wechsel abzuwickeln. Oft verlangen sie jedoch eine Vergütung, die den möglichen Nutzen übersteigt. Vollmer schlägt vor, sich stattdessen an eine Verbraucherzentrale zu wenden, bei der die Kosten deutlich geringer sind: In Hamburg zum Beispiel kostet eine Beratung 60 Euro.

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