Finanzstrategie und Finanzmanagement

Ein Beispiel für eine Multi-Asset-Allokationstaktik

Verfasst von MoneyController am 14.07.2021

Altaf Kassam, Investment Stratege für die Wirtschaftsregion EMEA bei State Street Global Advisors, hat in "Das Investment" einen Artikel veröffentlicht, in dem er die Taktik eines Multi-Asset-Fonds erläutert, der insbesondere an die Bedürfnisse unsicherer Märkte, wie die derzeitigen, angepasst werden kann.

Aktien, Kredite und Rohstoffe sind die drei Sektoren, auf die sich das Multi-Asset-Portfolio von State Street Global Advisors in dieser Zeit des Wirtschaftswachstums konzentriert. Wie Kassam betont, ermögliche die Multi-Asset-Portfoliostrategie eine Neupositionierung in zyklischen Aktien sowie aber auch den Aufbau einer Verteidigungsstrategie gegen Inflation, wie den Kauf von Aktien mit niedriger Volatilität, Overlay-Optionen und liquiden Sachwerten. An makroökonomischen Risiken mangele es jedoch nicht, wie Kassam betont. Diese Risiken können geopolitischer oder rein wirtschaftlicher Natur sein, wie die bereits erwähnte Inflation. In der Logik der taktischen Asset Allokation des Fonds wurde daher beispielsweise das Aktienengagement zugunsten größerer Bestände in Gold und Anleihen reduziert.

In der Zwischenzeit sollte laut Kassam das Wachstumsgefälle zwischen den USA und Europa im Auge behalten werden, das sich dank des Vormarsches der Alten Welt verringert. Dank der Multi-Asset-Strategie ist somit eine taktische Neupositionierung möglich, auch wenn die USA derzeit noch der bevorzugte Renditebringer des Fonds sind. Die Schwellenländer sind sicherlich ein weiteres interessantes Investitionsgebiet, vor allem dank der steigenden Ölpreise, der relativ niedrigen Inflation und der Stärke des verarbeitenden Gewerbes in Verbindung mit dem Mittelstand.

Im Gegensatz dazu ist das Portfolio im pazifischen Quadranten untergewichtet, da die beste Zeit in Aktien zu investieren, deren Kursschnell gestiegen ist, vorbei zu sein scheint. In China ist zu beachten, dass der Fokus auf die Binnennachfrage die Korrelation mit anderen Märkten verringert hat. Allerdings ist sicherlich auch hinzuzufügen, dass einige staatliche Eingriffe in den E-Commerce und den Technologiesektor sowie in das Kreditmanagement zu einem gewissen Vertrauensverlust bei den Anlegern geführt haben.    

Schließlich gibt es eine Übergewichtung in Rohstoffen, die vor allem von wachsenden Mobilitätsmärkten und einem schwächelnden Dollar getrieben werden. Gerade wegen einer Schwächephase des Greenbacks in Verbindung mit Inflation und unattraktiven Renditen von Staatsanleihen hält Kassam Investitionen in das seiner Meinung nach bisher unterbewertete Edelmetall Gold für attraktiv.

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