Finanzmärkte / Wirtschaft

Spiegelt die Börse die Realwirtschaft wider?

Verfasst von MoneyController am 01.07.2020

Man fragt sich in dieser Zeit, ob die Börse tatsächlich etwas mit der Realwirtschaft zu tun hat. Zu Beginn der ersten Anzeichen der Pandemie brachen die Aktienmärkte plötzlich zusammen (der DAX verlor innerhalb weniger Tage 40% und erreichte 8.256 Punkte), lange bevor die wirtschaftlichen Folgen der Krise zu spüren waren. Nach einigen Monaten, als die Wirtschaft wirklich unter den Folgen des Lockdownszu leiden begann, schossen die Börsen in die Höhe. Der DAX hat einen großen Teil des Wertverlusts (+ 50%) wieder aufgeholt und die Nasdaq hat sogar neue Rekordstände erzielt. Der Vermögensverwalter Jens Ehrhardt erklärte in der ARD, dass die Gründe für diesen seltsamen und offensichtlichen Mangel an Gleichklang darin liegen, dass die Börsen im Gegensatz zu der Realwirtschaft die Zukunft bewerten. Das enorme Hilfspaket für die Wirtschaft und vor allem der Ankauf von Staatsanleihen wurden von den Marktteilnehmern als ausreichend beurteilt, um eine Erholung auszulösen. Es gibt jedoch auch andere Stimmen, wie die des DWS-Chefstrategen (der Deutsche-Bank-Fondstochter) Stefan Kreuzkamp, der dazu auffordert, das Bremspedal hinsichtlich der Euphorie zu betätigen. Ein Impfstoff, der noch nicht in Sicht ist, und die wachsenden Spannungen zwischen den USA und China sind die beiden Elemente, die nach Ansicht einiger, die Märkte etwas vorsichtiger werdenlassen sollten.

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