Finanzberatung

Online-Beratung auch nach der Krise angestrebt

Verfasst von MoneyController am 11.06.2021

Das Branchenmagazin Fondsprofessionell hat mehr als ein Jahr nach dem Beginn der Pandemiekrise, die wir nun wohl bald vollständig überwunden haben, eine Interviewreihe mit Finanzexperten gestartet. Diese Konfrontationen sind sowohl nützlich, um die verschiedenen Strategien zu vergleichen, mit denen Finanzfachleute die schwierigsten Momente gemeistert haben, als auch um vorteilhafte Schlussfolgerungen für die Zukunft zu ziehen.

Eine der ersten Interviewpartnerinnen ist Claudia Heyne, Finanz- und Versicherungsvermittlerin sowie Mitgeschäftsführerin der Finanzkompass GmbH. Heynes Firma hat nicht nur die Pandemiekrise überstanden, sondern das betreute Anlagevolumen stieg sogar noch an. Einer der Gründe, warum das Unternehmen nahezu unbeschadet durch die Krise kam, war die Diversifizierung der Kundenbasis. Hinzu kam eine breit angelegte Beratung, d.h. ebenso breit gefächerte Investitionsziele. Wie Heyne einräumt, wären die Dinge ganz anders gelaufen, wenn sie Portfolios von Kunden verwaltet hätten, die in den von der Krise am stärksten betroffenen Sektoren wie der Gastronomie beschäftigt sind.

Tatsächlich waren die Kunden von Heyne weder Hoteliers, noch Messe-, Veranstaltungs- oder Reisemanager, sondern Angestellte des öffentlichen Dienstes, IT-Techniker, Beamte, Bauunternehmer und Ärzte. Darüber hinaus ist im Krisenzeitraum die Zahl der Kunden, anstatt zu sinken - wie oben erwähnt - sogar gestiegen und damit natürlich auch der Umsatz.

Eine der großen Veränderungen, die die Pandemie mit sich brachte, war der Einsatz von Videokonferenzen. Der Prozentsatz der von Heyne aus der Ferne durchgeführten Beratungen stieg von 10 % auf 80 %. Wie die Fachfrau zugibt, führt dies zu einer Verbesserung der Effizienz ihrer Arbeit. Die Arbeitszeiten sind nun flexibler, die Verfügbarkeit ist größer und man spart Zeit und Geld für Reisen. Nur die ersten Termine, aber noch nicht einmal in allen Fällen, werden von Heyne persönlich in den Geschäftsräumen des Unternehmens durchgeführt.

Verbindungsprobleme und Kommunikationsschwierigkeiten sind, wie Heyne erklärt, fast immer überwindbar. Kurzum: Videoberatung funktioniert in der Regel sehr gut und lässt sowohl Kunden als auch Berater zufrieden zurück. Dies veranlasst Heyne zu der Aussage, dass sie zwar die Präsenzberatung in ihrem Büro sicherlich wieder aufnehmen werde, sie aber versuchen werde, den Online-Modus immer populärer zu machen, eben weil er sich als besonders geschätzte und effiziente Art der Beratung erwiesen hat.

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