Finanzmärkte / Wirtschaft

Roubini sieht einen Überlebenskampf für den Euro voraus

Verfasst von MoneyController am 23.05.2020

Nouriel Roubini, der Wirtschaftswissenschaftler, der die Krise von 2008 vorhergesagt hatte, ist ein geschätzter Kommentator für wirtschaftliche Trends und Finanzmärkte. Es ist daher nicht verwunderlich, dass seine Aussagen Schlagzeilen machen. Besonders wenn es sich, wie in diesem Fall, um ausgesprochen alarmierende Worte handelt. Der Wirtschaftsprofessor an der New York University (Nyu) glaubt, dass das Überleben des Euro in Gefahr ist. Der Grund dafür ist, dass nicht einmal der riesige europäische Rettungsplan im Wert von 500 Milliarden Euro ausreichen könnte, um die Volkswirtschaften Italiens, Spaniens und Griechenlands zu retten. Insbesondere Italien ist mit seiner hohen Staatsverschuldung das am stärksten gefährdete Land. 


Wenn der Rettungsplan enden würde und Italien seine Schulden nicht umstrukturieren könnte, eine Passage, die Roubini für notwendig hält, wäre der Staat mit ziemlicher Sicherheit insolvent. Dies würde - für Roubini - zwei mögliche Wege eröffnen. Der erste besteht – als letzte Möglichkeit, die Union zu bewahren – in der Einführung der „Coronabonds“, Anleihen, die letztendlich durch die Besteuerung der gesamten Europäischen Union und nicht einzelner Länder garantiert würden. Der zweite würde in der Insolvenz Italiens bestehen. Ein Default in Euro könnte jedoch für die Halbinsel nicht tragbar sein, wobei ein möglicher Ausweg in der Lösung vom Euro-Währungsraum bestehen würde. Diese zweite Möglichkeit würde jedoch einen perfekten Sturm erzeugen, der stark genug wäre, um das Ende des Euro zur Folge zu haben.

 

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