Altersvorsorge

Renten und Steuern: einige Informationen zu 2021

Verfasst von MoneyController am 16.02.2021

In einem Artikel auf der Plattform Biallo.de, verfasst von Rolf Winkel, Michael Schreiber und Fritz Himmel, werden einige der wichtigsten steuerlichen Änderungen, die ab 2021 in Kraft getreten sind, vorgestellt und jeweils mit nützlichen Tipps versehen. Es würde sich natürlich lohnen, sie alle zu berücksichtigen. Hier berichten wir jedoch nur über einige der wichtigsten, die die Renten bzw. Altersvorsorge betreffen.

Der steuerpflichtige Anteil für Neurentner, also solche, die 2021 in Rente gehen, beträgt ab diesem Jahr 81%. Die Höhe der dann tatsächlich gezahlten Steuer hängt natürlich vom Einzelfall ab. Man darf allerdings nicht vergessen, alle möglichen Ausgaben abzusetzen: Versicherungsbeiträge, Krankheitskosten, Haushaltshilfen und Pflegedienste.

Ab diesem Jahr wurde eine Grundrente, d.h. eine garantierte Mindestrente, eingeführt. Allerdings müssen Rentner aufgrund einer Verzögerung der Zahlungen bis zum Ende dieses oder Anfang des nächsten Jahres warten, um davon zu profitieren. Darüber hinaus hat jeder, der mindestens 33 Jahre mit Grundrentenzeiten nachweisen kann, Anspruch auf einen sogenannten Rentenfreibetrag.

Ebenfalls ab diesem Jahr beträgt die Beitragsbemessungsgrenze für die gesetzliche Rentenversicherung für Einwohner der neuen Bundesländer 80.400 Euro und für Einwohner der alten Bundesländer 85.200 Euro.

Durch die Anhebung dieser Bemessungsgrenze ändern sich auch bestimmte Aspekte der betrieblichen Altersversorgung. Derzeit gibt es z. B.die Möglichkeit 8% der Beitragsbemessungsgrenze steuerfrei bzw. 4% sozialabgabenfrei in eine Direktversicherung, einen Pensionsfonds oder eine Pensionskasse zu investieren. Diese Beträge steigen jedoch weiter an (bis zu 100%), wenn der Arbeitgeber eine Unterstützungskasse oder eine Direktzusage anbietet.

Zu beachten sind die möglichen Steuervorteile für diejenigen, die Beiträge zur Rürup-Rente (auch Basisrente genannt) leisten. Der steuerlich abzugsfähige Teil beträgt maximal 92% auf einen Höchstbetrag von 25.787 Euro für Alleinstehende und 51.574 Euro für Ehepaare. Der Anteil erhöht sich dann jedes Jahr um 2% bis 2025 und von da an bleibt er bei 100%.

Die letzte große Änderung aus Sicht der Altersvorsorge ist die Senkung des gesetzlichen Garantiezinses. Derzeit liegt der Satz bei 0,9%, wie von der Finanzaufsicht BaFin und der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV) festgelegt. Diese beiden Institutionen haben jedoch einen niedrigeren Zinssatz von 0,5% empfohlen. Daher ist eine weitere Absenkung nicht auszuschließen.

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