Vermögensverwaltung

PwC: „Vermögensverwaltung soll bis 2025 um 5,6 % wachsen“

Verfasst von MoneyController am 26.01.2021

Das Management- und Strategieberatungsunternehmen PwC hat eine Studie veröffentlicht, in der es die globale Vermögensverwaltungsbranche analysiert. PwC prognostiziert nicht nur ein Wachstum von mehr als 5 % in den nächsten fünf Jahren, sondern weist auch darauf hin, dass die Investmentbranche groß genug ist, um nicht nur die Zukunft vieler Sparer, sondern sogar die der ganzen Welt zu beeinflussen.

Die Größe des Marktes und Prognosen für 2025

Die Größe des globalen Marktes ist wirklich gigantisch. Ende 2020 lag das verwaltete Vermögen bei 110.000Milliarden US-Dollar. Nach den Prognosen von PwC soll dieser Wert jährlich um 5,6 % steigen und den Rekordwert von 147.400 Milliarden US-Dollar erreichen. Das soeben beschriebene Szenario ist sicherlich das optimistischste, dessen Voraussetzungen für die Realisierung in der vollständigen wirtschaftlichen Erholung bis 2021 liegen. Im schlimmsten Fall - Verzögerungen bei der Auslieferung von Impfstoffen, neue Lockdowns, fehlende politische Maßnahmen zur Unterstützung der Wirtschaft - würde das verwaltete Vermögen immer noch auf 139.100 Mrd. USD anwachsen. Der europäische Markt ist heute 32.300Mrd. USD wert und könnte bis 2025 einen Wert von 38.500Mrd. USD erreichen.

Die Zusammensetzung des verwalteten Vermögens

In den Prognosen für 2025 wird der überwiegende Teil des verwalteten Vermögens aus aktiven Anlagen bestehen. Die Zahlen deuten auf höhere Wachstumsraten bei passiven Anlagen, insbesondere bei ETFs, hin. Aber es werden aktive Investitionen sein (mehr als dreimal so viel wie passive Investitionen), die in absoluten Zahlen die meisten Mittel gewinnen werden. Interessant ist zudem, dass die Struktur des Kreditmarktes, d.h. die Quellen der Unternehmensfinanzierung, bereits überwiegend aus alternativen Finanzierungsquellen zu Banken besteht. Der Grund dafür liegt in den niedrigen Zinssätzen, die die Banken dazu bringen, bei der Kreditvergabe zurückhaltender zu sein, insbesondere bei kleinen und mittleren Unternehmen (die in der Regel weniger Sicherheiten bieten). Kurzum: Auch Asset-Management-Gesellschaften treten erfolgreich in den Markt für Unternehmenskredite ein.

Wo wird am meisten investiert?

  • Infrastruktur und strategische Sektoren. Doch wo wird diese riesige Menge an Ressourcen investiert werden? Als aussichtsreichsten Bereich nennt PwC den Infrastruktursektor: In diesem Bereich wird das Asset Management sein Investitionsvolumen verdoppeln. Dabei handelt es sich um mobilitätsbezogene Infrastruktur wie Straßen und Flughäfen, aber auch um Krankenhäuser und das neue 5G-Netz. Ein gewisser Teil der Investitionen wird dann von den einzelnen Staaten zur Stärkung der nationalen strategischen Produktion nach dem Schock der pandemiebedingten Unterbrechung der Lieferkette verwendet.
  • Renten und Versicherungen. Ein weiterer strategischer Bereich für die Zukunft ist die Vorsorge, sowohl im Sinne des Versicherungssektors als auch im Sinne der Altersvorsorge. Die Staaten werden nicht mehr in der Lage sein, ihren Bürgern Renten zu garantieren, die ihrem Lebensstandard entsprechen. Die Deutschen sind sich dies es Problems durchaus bewusst. Weltweit werden die Pensionsfonds von knapp 50 Billionen USD auf rund 62 Billionen USD anwachsen. Die Versicherungsfonds hingegen werden von einem Volumen von 33,5 Billionen auf 41,3 Billionen anwachsen.
  • Nachhaltigkeit und ESG. Das öffentliche Bewusstsein für ökologische und soziale Themen ist in den letzten Jahren so stark gewachsen, dass viele Privatanleger mit ihren eigenen Ersparnissen einen Beitrag für die Zukunft des Planeten leisten möchten. Die Regierungen unterstützen Reformen und Finanzierungen (z. B. „green“ bonds, bzw.„grüne“ Anleihen), um den Übergang zu einer nachhaltigen Wirtschaft zu beschleunigen. Deutschland ist mit seiner sogenannten „Energiewende“ zweifelsohne führend. Im Jahr 2025 werden wahrscheinlich 57 % der europäischen Investmentfonds aus ESG-Produkten bestehen.

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