Finanzmärkte / Wirtschaft

Warum die Schwarzseher für die Märkte falsch liegen

Verfasst von MoneyController am 29.04.2021

Mehr noch als für den Verlauf der Finanzmärkte selbst sind Unheilsprophezeiungen in erster Linie schädlich für die Anleger. Und langfristig betrachtet, erweisen sie sich sogar als falsch. Wie auch in einem kürzlich auf ETF-Nachrichten veröffentlichten Artikel dargelegt, ist es daher notwendig, die Angst vor solchen Vorhersagen abzubauen, unter anderem durch Aufklärung darüber, wie Finanzmärkte tatsächlich funktionieren.

Zunächst einmal wäre es eher angebracht, von "Korrekturen" des Marktes zu sprechen als von "Zusammenbrüchen" des Marktes - ein Wort, das an sich sehr alarmierend ist. In Wahrheit handelt es sich um ein gesundes Phänomen. Es dient unter anderem dazu, die Notierungen der Unternehmen am Markt mit ihrem realen Wert und ihren Wachstumsaussichten in Einklang zu bringen. Nach einem langen Anstieg ist es in der Tat normal, dass der Kurs einiger Wertpapiere fällt. Diejenigen, die an der Börse arbeiten, wissen dies genau: Auf eine Hausse folgt fast immer eine Baisse. Der Punkt ist, dass die Finanzmärkte schon immer aufwärts orientiert waren und sich ausnahmslos von jeder Krise erholt haben. Außerdem ist es möglich, diese Krisen in eine Chance zu verwandeln: So können beispielsweise Aktien gekauft werden, deren Kurs besonders günstig geworden ist.

Es stimmt, dass Marktkorrekturen einige Anleger beeindrucken und für den Moment eine Panikreaktion auslösen können. Um solche Situationen zu vermeiden, wissen Anleger, dass es zwei Schlüsselwörter zu diesem Thema gibt: Zeit und Diversifikation. Der Diskurs über die Zeit hängt mit dem zusammen, was vorher gesagt wurde - dass die zyklischen Trends der Märkte langfristig immer nur eine Richtung haben, die nach oben. Diversifikation ist hingegen der Grundstein, auf dem jede Form der Anlage zur Risikoreduzierung aufbaut. Die Kombination aus Zeit und Diversifikation maximiert auch den Mechanismus des "Cost Average Effect", der eventuelle Investitionsfehler in Bezug auf das Markt-Timing ausgleicht (da es fast unmöglich ist zu wissen, wann der wirklich richtige Zeitpunkt für eine Investition ist).

ETF-Nachrichten empfiehlt daher, sich bei der Beurteilung der Solidität der eigenen Investitionen nicht nur auf den Marktverlauf zu stützen, sondern auch auf andere wichtige Faktoren wie wirtschaftliche Trends und die Fundamentaldaten der Unternehmen, in die man investiert. Es ist daher klar, dass wenn ich mich entschließe, in ein solides oder zuverlässiges Unternehmen zu investieren, das seine Entwicklung auf der Grundlage eines stabilen wirtschaftlichen Trends, wie z. B. eines Megatrends, anstrebt, ich mich viel weniger durch Unheilsprophezeiungen erschrecken lassen werde, die oft auf viel weniger konkreten Daten beruhen, als man denkt. Besser ist es daher, sich auf solide Einschätzungen zu verlassen, die einen umfassenden und langfristigen Überblick haben: Auf Krisengurus zu hören, kostet den Sparer dagegen meist nur viel Geld.

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