Anlagen

Preise für Vermögenswerte: Die wirklichen Opfer bleiben die Sparer der Banken

Verfasst von MoneyController am 27.05.2021

Blättert man durch die vielen Analysen, die sich den Märkten, Wertpapieren und Finanzanlagen widmen, wird man oft mit folgender Beobachtung konfrontiert: Während fast alle Anlageklassen ein Auf und Ab erleben, sind die konstanten "Verlierer" in dieser Zeit die Ersparnisse, die einem Bankkonto oder Sparbuch anvertraut wurden.

Die Analyse der Vermögensverwaltung Flossbach von Storch, die auch von Fondsprofessionell veröffentlicht wurde, macht da keine Ausnahme. Die neuesten vom Unternehmen veröffentlichten Daten des Vermögenspreisindex zeigen einen Anstieg von 11,9 %, was ein Allzeithoch seit Einführung des Indexes darstellt. Gute Nachrichten also für Inhaber von Aktienportfolios oder Immobilien. Ganz anders ist hingegen die Situation für diejenigen, die ihr Geld auf Tages- und Festgeldkonten sowie auf Sparbüchern angelegt haben: Dieses Geld muss sich mit zwei Formen der "Erosion" des Wertes auseinandersetzen, nämlich mit Negativzinsen und Inflation. Schließlich ist es eine der wenigen Anlageformen, die bisher einzig und allein einen Wertverlust erfahren haben.

Zwar entwickeln sich auch Anleihen derzeit unterdurchschnittlich, aber Philipp Immenkötter, Analyst des Flossbach von Storch Research Institute, weist darauf hin, dass die Inflationserwartungen die Renditen von Anleihen mit längeren Laufzeiten bereits haben steigen lassen und nur kurzfristige Anleihen Kursverluste hinnehmen mussten. Generell führt Immenkötter den Wertanstieg von Finanzanlagen auf die Fiskal- und Geldpolitik der Notenbanker (massive Anleihekäufe und Zinssenkungen) sowie auf Konjunkturmaßnahmen zurück. Tatsächlich ist es genau diese enorme Menge an zur Verfügung gestellter Liquidität, die die Nachfrage nach finanziellen Vermögenswerten bis heute erhöht hat.

Ein weiterer Sektor, der keine Krise zu kennen scheint, ist der Immobiliensektor. Der Anstieg der Immobilienpreise ist konstant: +7,7% im Vergleich zum Vorjahresquartal. Treiber waren bisher die Nachfrage und die niedrigen Kosten für Immobilienfinanzierungen. Davon sind natürlich hauptsächlich Wohnimmobilien betroffen. Gewerbeimmobilien hingegen haben eindeutig alle Nachteile der Lockdowns erleiden müssen und konnten daher erst seit kurzem wieder von der allgemeinen Marktdynamik profitieren.

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