Finanzmärkte / Wirtschaft

Schwellenländer: Ausblick auf Währungen und Märkte

Verfasst von MoneyController am 14.01.2022

Die Lage an den Schwellenmärkten und bei den Währungen scheint in Bewegung zu sein. Um die Situation zu beschreiben, wenn auch nur oberflächlich, verweisen wir auf einen interessanten Artikel von Susan Mathew von der Nachrichtenagentur Reuters.

Geopolitische Spannungen in der Ukraine schwächen den Rubel

Der Rubel verlor gestern 1% gegenüber dem Dollar. Der Grund ist leicht zu finden. Nach den Unruhen in Kasachstan hat sich der Kreml erneut mit dem komplexen Thema Ukraine befasst. Es ist kein Geheimnis, dass die Regierung in Moskau ihre Truppen an der ukrainischen Grenze zusammengezogen hat, um die Regierung in Kiew wegen des Separatistenkonflikts im Donbass unter Druck zu setzen. Doch die USA und die NATO sind der Ukraine sozusagen zu Hilfe gekommen. Russland nahm Verhandlungen mit ihnen auf, die jedoch scheiterten. Die USA sind daher bereit, neue Sanktionen zu verhängen, wenn Russland mit seinen Streitkräften ukrainisches Gebiet betritt.

Brasilien: Tertiärsektor stark, aber Wachstum gefährdet

In Brasilien hingegen ist der Real wieder auf Wachstumskurs. Dies ist den Daten aus dem Dienstleistungssektor zu verdanken, der praktisch wieder das Niveau vor der Pandemie erreicht hat. Mathew erwähnt aber auch die Analyse der Strategen der Citigroup. Trotz des guten Ergebnisses bei den Dienstleistungen hat das südamerikanische Land drei Probleme zu bewältigen. Der erste ist der Rückgang der Produktion, sowohl in der Industrie als auch im Bereich der zivilen Infrastruktur. Die zweite ist die schnelle Ausbreitung der Omikron-Variante des Virus. Die dritte ist sowohl die Inflation als auch der Einsatz einer strafferen Geldpolitik zu deren Bekämpfung. Analysten zufolge könnten diese drei Probleme sogar zu einer Schrumpfung des BIP im Jahr 2022 führen. Der Artikel enthält auch eine Prognose von JPMorgan für die brasilianische Bergbauindustrie: Die Erträge werden durch die Inflation und das weiterhin knappe Angebot im Jahr 2022 getrieben.

Nachrichten aus China, Argentinien und Mexiko

In China ist die Lage im Immobiliensektor immer noch ziemlich chaotisch, obwohl die größte Gruppe von Evergrande, die Hengda Real Estate Group, eine Anleihe über 700 Millionen Dollar neu verhandelt und damit ihre Zahlung verzögert hat. Die Inflation hat Argentinien am härtesten getroffen. Die Regierung in Buenos Aires sah sich gezwungen, die Zinssätze angesichts einer Inflation von rund 50% auf 40% zu erhöhen. Mexiko hingegen musste die Entscheidung der Citigroup akzeptieren, ihr Privatkundengeschäft zu verkaufen. Die Regierung hat angedeutet, dass sie erwartet, dass es viele Angebote zum Rückkauf dieser Bankgeschäfte geben wird.

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