Finanzmärkte / Wirtschaft

Öl, Euro und Nikkei machen Märkte nervös

Verfasst von MoneyController am 16.02.2021

Die europäischen Märkte steigen, aber ohne allzu großen Optimismus. Nach einem positiven Wochenschluss legte der DAX 30 gestern an der Börse um 0,42% zu. Der Euro Stoxx 50 schloss mit +1,04%. Hinter diesen scheinbar beruhigenden Ergebnissen verbergen sich einige Fakten, die die Börsen zunehmend in Aufregung versetzen.

Erdöl

WTI notiert bei 60,08 US-Dollar pro Barrel, während Brent mit 63,45 US-Dollar gehandelt wird. Der Grund für den Preisanzug der letzten Tage liegt in den wachsenden Spannungen im Nahen Osten. Es wurde nämlich eine Ladung Sprengstoff, die aus dem Jemen nach Saudi-Arabien unterwegs war, abgefangen. Saudi-Arabien unterstützt den Nachbarstaat Jemen im Kampf gegen die vom Iran unterstützten Houthi-Rebellen.

Nikkei 225

Der japanische Börsenindex hat Wind in den Segeln und hat innerhalb weniger Tage alle Rekorde der letzten 30 Jahre gebrochen und die 30.000-Punkte-Marke überschritten. Die Wirtschaftsdaten für das letzte Quartal zeigen ein Wachstum der japanischen Wirtschaft von 3% (die Exporte nahmen um 11% und der private Konsum um 2,2% zu). Dies ist ein hervorragendes Ergebnis, wenn man es mit der Rezession der deutschen Wirtschaft im Jahr 2020 (-4,8 %) vergleicht.

Euro

In der zweiten Hälfte der letzten Woche profitierte der Euro von der Schwäche des Dollars und erreichte einen Wert von 1,2145 Dollar. Die Entscheidung der Europäischen Zentralbank, das Wachstum des Euro unter Kontrolle zu halten, sowie die Nachricht, dass die Impfkampagnen nur langsam vorankommen (sowohl in der EU als auch in den USA), könnten das Wachstum des Euro in den kommenden Tagen bremsen. Auf der anderen Seite erholte sich das Pfund, vor allem aufgrund der Tatsache, dass Großbritannien bekannt gab, dass es seine Impfkampagne im Land erfolgreich beschleunigt.

Inflation

Neben den wenig beruhigenden Nachrichten über die Ausbreitung des Coronavirus ist ein weiterer Faktor, der das potenzielle Aktienmarktwachstum begrenzt, der erwartete Anstieg der Inflation, die allein im Januar um 0,9 % im Vergleich zum letzten Monat des vergangenen Jahres gestiegen ist.   

MEISTGELESENE ARTIKEL VON HEUTE

MEISTGELESENE ARTIKEL DER WOCHE

27.07.2021 verfasst von MoneyController

Honorar oder Provision – was ist das günstigere Gebührenmodell bei Finanzberatung?

Weiterlesen

MEISTGELESENE ARTIKEL DES MONATS

08.07.2021 verfasst von MoneyController

Signalisieren die Renditen von Staatsanleihen das Ende der Erholung oder werden sie wieder steigen?

Weiterlesen

MEISTGELESENE ARTIKEL DES FINANZFORUMS

Klassifikation anschauen