Finanzberater

Nachhaltige Transparenz: Worauf müssen Finanzberater achten?

Verfasst von MoneyController am 27.02.2021

Das Datum des Inkrafttretens der EU-Verordnung „über nachhaltigkeitsbezogene Offenlegungspflichten im Finanzdienstleistungssektor“ ist der 10. März. Die neuen Verpflichtungen gelten für alle Akteure in der Finanzberatung. Die Zeitschrift Fondsprofessionell hat den verschiedenen Typen von Anbietern eine spezielle, eingehende Analyse gewidmet. Werfen wir einen Blick auf die wichtigsten Neuerungen für die Gruppe der Finanzberater, die das Magazin aufzeigt.

Als erstes weist Fondsprofessionell darauf hin, dass der Begriff „Finanzberater“ weit gefasst wird: Wenn sie Anlageberatung anbieten, werden auch Kreditinstitute, Wertpapierfirmen, Vermögensverwalter und sogar alternative Investmentfondsmanager (AIFM) als Finanzberater eingestuft. Allerdings gibt es wichtige Einschränkungen bei der Anwendung der Offenlegungsverordnung: Sie gilt nicht für Wertpapierfirmen, die aus weniger als drei Personen bestehen, und für Vermittler, die nur mit einer Erlaubnis nach § 34f Gewerbeordnung (GewO) tätig sind.

Artikel 3 der Offenlegungsverordnung schreibt vor, dass die „Nachhaltigkeitsrisiken“, d. h. das Risiko, das der Anleger tragen muss, wenn er nachhaltig investieren will, offengelegt werden müssen. Artikel 4 hingegen bezieht sich auf die „negativen Auswirkungen auf Nachhaltigkeitsfaktoren“, d. h. auf die Art und Weise, wie sich die Investition negativ auf die Umwelt auswirkt. Artikel 5 hingegen befasst sich mit der Vergütungspolitik der Finanzberater im Zusammenhang mit Nachhaltigkeitsrisiken. Artikel 6 präzisiert die Informationen zum Risiko, insbesondere zur Frage von Risiko und Rendite.

Eines der Probleme, auf das bereits hingewiesen wird, ist, dass die Fondsanbieter die negativen Auswirkungen auf Nachhaltigkeitsfaktoren erst ab Ende 2022 mitteilen müssen. Das bedeutet, dass viele Berater angeben müssten, ob das Unternehmen, das die Fonds bereitstellt, die Daten zu den Auswirkungen auf die Nachhaltigkeitsfaktoren zur Verfügung stellt, und die etwaige Auswahl auf der Grundlage der verfügbaren Informationen begründen müssten. Die Verordnung enthält darüber hinaus auch Leitlinien für die Veröffentlichung aller Pflichtinformationen auf der eigenen Website.

Schließlich ist es interessant, dass diese Regeln noch nicht für den Beratungsprozess selbst gelten. Erst wenn die neuen Änderungen von Mifid-II in Kraft treten, sind Berater verpflichtet, ihre Kunden zu fragen, ob sie Nachhaltigkeitsaspekte bei Investitionen berücksichtigen möchten.

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