Anlagen

Manchmal ist es besser, der Versuchung zu widerstehen, zu investieren

Verfasst von MoneyController am 05.02.2021

Manchmal ist die Idee, an den Märkten zu investieren, eine echte Versuchung. Vor allem, wenn man von Aktien mit astronomischem Wachstum und hohen Renditen liest. Anstatt sich gutgläubig von den Märkten locken zu lassen, ist es immer besser zu verstehen, was hinter dem Wachstum einer Aktie steckt - ob es einfach nur die Begeisterung der Investoren ist oder ein solides Geschäftsentwicklungsmodell.

Der Vermögensverwalter Thomas Burkard (von Michael Pintarelli Finanzdienstleistungen) hat auf der Online-Informationsseite „Das Investment“ einen interessanten Artikel zu diesem Thema veröffentlicht.

Burkard gibt ein sehr anschauliches Beispiel für eine möglicherweise zu wenig berechtigte Begeisterung der Investoren: den Fall Tesla. Im vergangenen Jahr produzierte Elon Musks Unternehmen in einem Jahr so viele Autos wie Toyota in nur zwei Wochen. Dennoch stieg der Wert der Aktie von 70 US-Dollar auf 900 US-Dollar pro Stück. Ein weiteres Beispiel liefert der Wasserstoff-LKW-Hersteller Nikola, der einen Börsenwert von 20 Milliarden Dollar erreicht hat, obwohl er bisher nur einen Prototyp produziert hat.

Vor fünf Jahren erreichte die berühmteste Kryptowährung der Welt, der Bitcoin, nicht einmal 400 Dollar. Dies schien aber schon ein beachtlicher Wert zu sein. Heute hat er einen Wert von fast 40.000 Dollar. Einige Beobachter schließen angesichts des Wachstums der letzten Jahre nicht aus, dass er 100.000 US-Dollar erreichen könnte. An dieser Stelle kommt ein berechtigter Zweifel auf: Ist der Bitcoin eine großartige und gerechtfertigte Wette auf die Zukunft oder eine der dauerhaftesten und spektakulärsten Spekulationen in der Geschichte der Finanzen?

Burkard erzählt davon, dass er von vielen Anlegern gefragt wird, warum er nicht in Aktien wie die oben genannten investiert, die sich zumindest kurzfristig durch sehr hohe Renditen auszeichnen. Die Antwort liegt in der Tatsache, dass er eine ähnliche Anlagephilosophie wie Warren Buffett und Dr. Erhardt im Jahr 1999 übernommen hat - keine Angst davor, bei einigen Investitionen ins Hintertreffen zu geraten. Es ist eine Investmentphilosophie, die es den beiden Prominenten nach dem Platzen der Dotcom-Blase ermöglichte, aus den Reihen der sogenannten Verlierer zu denen der Gewinner zu wechseln.

Burkard stellt klar, er glaube nicht, dass eine neue Blase kurz vor dem Platzen stehe. Er hält es einfach für eine gute Idee, sich nicht von Begeisterung hinreißen zu lassen und voreilige Entscheidungen zu treffen. Es hat in der Tat keinen Sinn, dass ein kleines Stahlunternehmen an der Börse durchstartet, nur weil Elon Musk einen Tweet abgesetzt hat, in dem er schrieb, dass das Unternehmen ihm interessant erscheine.

Soll man sich von Aktien fernhalten? Ganz im Gegenteil, bestätigt Burkard. Vor einer Investition ist es jedoch notwendig, das Geschäftsmodell eines Unternehmens, die Nachhaltigkeit des Wachstums und die mehr oder weniger vorhersehbaren Risiken für die Zukunft sorgfältig zu analysieren. Es gibt viele Energie- und Traditionsunternehmen in Europa und den USA, die in den kommenden Jahren von der ökologischen Wirtschaftswende profitieren werden. Ohne zu vergessen, dass der Gesundheitsnotstand das Thema Gesundheitswesen und Biotechnologie wie nie zuvor in den Vordergrund gerückt hat.

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