Bitcoin

Zentralbanken und Kryptowährungen: Der Kampf hat gerade erst begonnen

Verfasst von MoneyController am 26.05.2021

Was passiert gerade in der Welt der Kryptowährungen? Ist es eine einfache Schwankung eines volatilen Marktes oder steckt mehr dahinter? Zu diesem Thema hat die Ökonomin Marion Laboure eine interessante Analyse vorgelegt, die auch vom Magazin Focus aufgegriffen wurde.

Die Welt der Kryptowährungen ist an sich schon eine ziemlich volatile Welt. Es wird gesagt, dass Kryptogeld seinen Wert oft ändern könne, weil es nicht an einen realen Wert gebunden sei, im Gegensatz zu handelsüblichem Geld oder besser gesagt, Geld, das durch traditionelle Währungen wie den Yuan, den Dollar, den Euro und so weiter repräsentiert wird. In Wirklichkeit ist dies nicht der Fall. Selbst Geld in Form herkömmlicher Währungen ist nicht an einen realen Wert gebunden. Der letztendliche Garant für diesen Wert ist kein materieller Vermögenswert, sondern der Staat in Form der Zentralbank.

Tatsächlich ähneln sich Kryptowährungen und traditionelle Währungen in einer grundlegenden Hinsicht: Ihr Wert hängt davon ab, dass der Nutzer glaubt, sie hätten einen Wert. Im Fall von Kryptowährungen kommt dieses Vertrauen von der starken Nachfrage und den Aussichten auf eine zukünftige Nutzung. Im Falle der traditionellen Währungen wird dieses Vertrauen durch präzise rechtliche Garantien gefestigt. Nun könnte man meinen, die beiden würden getrennte Wege gehen. In Wirklichkeit sind sie zwei direkte Konkurrenten, zumindest seit viele Zentralbanken auf der ganzen Welt Pläne zur Schaffung digitaler Währungen angekündigt haben.

Die Einführung digitaler Währungen wie Yuan, digitaler Euro oder digitaler Dollar stellt eine direkte Herausforderung zwischen diesen beiden Systemen der Wertschöpfung und -speicherung dar. Aus diesem Grund werden Bitcoin und die anderen Währungen von den Zentralbanken auf der ganzen Welt stark eingeschränkt und angegriffen. Tatsächlich befürchten Zentralbanker, dass Investitionen in Kryptowährungen ein so großes Volumen und eine solche Durchdringung erreichen könnten, dass die Staaten gezwungen wären, sie als Zahlungsmittel zu akzeptieren. Im Übrigen sind Kryptowährungen wehrhafte Widersacher: Angesichts der Inflation haben sie reagiert, indem sie ihren Wert exponentiell gesteigert haben.

Natürlich könnte eine Welt, in der traditionelle Währungen, auch wenn sie digital sind, durch Kryptogeld ersetzt würden, viele Probleme aufwerfen, einschließlich der folgenden: Wie kann man sie steuern? Wie kann man einen Wertverfall verhindern? Wie kann man die Konjunkturpolitik ohne einen Zentralbanker steuern? Ganz zu schweigen von den von Elon Musk aufgeworfenen Energiefragen. Eine endgültige Antwort auf diese Frage hat Laboure nicht. Man kann diese Probleme nicht ignorieren, genauso wenig wie man die milliardenhohe Marktapitalisierung des Bitcoin nicht ignorieren kann. Die Antwort von Laboure lautet, dass die Entscheidung letztlich bei den Investoren liegen werde.

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