Bitcoin

Kryptowährungen: Das Rennen ist noch nicht vorbei

Verfasst von MoneyController am 04.06.2021

Eliézer Ndinga von 21Shares, einem Unternehmen, das sich auf ETPs auf Kryptowährungen spezialisiert hat, veröffentlichte einen Artikel im Fachmagazin Cash.online, in dem er erklärt, warum der jüngste Wertverfall der Kryptowährungen nicht der Anfang vom Ende des Kryptogeldes ist, sondern nur ein Moment des Übergangs.

Wenn eine Aktie plötzlich mehr als 35 % ihres Wertes verlieren würde, wäre es natürlich berechtigt zu fragen, was an diesem Punkt noch zu erwarten ist. Dies ist Bitcoin geschehen, sowie, mit noch größeren Einbrüchen, auch anderen Kryptowährungen. Der Wertverfall des Bitcoin war vor allem auf eine Art "Kreuzfeuer" zurückzuführen, das von einigen wichtigen Persönlichkeiten wie Elon Musk oder Institutionen wie Zentralbanken oder einigen Regierungen wie der chinesischen ausging. Insbesondere hat Peking versucht, Beschränkungen für die Aktivität des „Mining“ (Abbaus) und des Handels zu erlassen.

Es muss aber gesagt werden, dass Bitcoin seit ein paar Tagen langsam wieder an Wert gewinnt. Der schwere Schlag gegen die Notierung und die Maßnahmen zur Begrenzung des „Mining“ und des Handels haben laut Ndinga nur einen Teil der Investoren zur Flucht veranlasst, nämlich die im Handel tätigen Investoren (die vor allem durch Ausnutzung des sogenannten "Leverage-Effekts" verdienten). Aber über 50 % der Investoren in Bitcoin sind alles andere als Trader. Es sind langfristige Investoren, die laut Ndinga nicht die Absicht haben, ihre Investition zu veräußern.

Dann gibt es außerdem Akteure, die die Verwendung von Kryptogeld, wenn nicht offen unterstützen, so doch zumindest deren Umlauf tolerieren. Ndinga zitiert den Fall der Reserve Bank of India (RBI), die den Banken tatsächlich vorschlug, das Urteil des Obersten Gerichtshofs zu umgehen, das ihnen den Handel mit Kryptowährungen untersagte. Auf der Zahlungsseite hat das Unternehmen Coinbase, das eine Handelsplattform für Kryptowährungen betreibt, kürzlich Apple Pay und Google Pay in die von ihm angebotene Kreditkarte integriert und damit den Kryptowährungsmarkt um Millionen von Menschen erweitert.

Was ist also für die Zukunft zu erwarten? Ndinga hat keinen Zweifel: Der Markt für Kryptowährungen wird weiter florieren, auch wenn sein Champion in Zukunft vielleicht nicht mehr Bitcoin heißen wird. Ein neuer Stern leuchtet in der Tat am Himmel der Kryptogeldes und es ist Ethereum, dessen Handelsvolumen das des Bitcoins bereits überholt hat. Sein Wert hat sich innerhalb eines Jahres verzehnfacht, und trotz des Drucks dieser Tage hat er bereits wieder zu steigen begonnen. Sobald die Zweifel an seiner ökologischen Nachhaltigkeit ausgeräumt sind, hat Ethereumnach Einschätzung von Ndinga alle Karten, um den Wettbewerb gegen Bitcoin zu gewinnen

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