Kryptowährungen

Ist der Kryptorausch wie der Goldrausch? Einige Informationen für – noch uninformierte – Berater und Anbieter

Verfasst von MoneyController am 17.11.2021

Wird das Jahr 2021 als das Jahr der Kryptowährungen in Erinnerung bleiben? Das ist nicht auszuschließen. In der Zwischenzeit sollten Berater und Finanzdienstleister, die sich noch nicht über die Funktionsweise dieser Anlagen informiert haben, dies tun: Nicht um sie ihren Kunden zu empfehlen (obwohl dies möglich wäre), sondern um deren Fragen kompetent beantworten zu können. Dies ist genau der Vorschlag, den Silvia Fischer in einem ausführlichen Artikel in der Zeitschrift „Cash“ macht.

Was für eine Art von Produkt sind Kryptos?

Beginnen wir auch hier mit den Grundlagen. Kryptowährungen sind durch die Blockchain-Technologie geschaffene Krypto-Assets, deren Preis sich nach der grundlegenden Regel von Angebot und Nachfrage richtet. Sie sind also nicht an einen realen Wert gebunden, weshalb sie so starken Kursschwankungen ausgesetzt sind. Versuchen wir, dies anhand eines Beispiels aus dem oben erwähnten Artikel zu veranschaulichen. Apple ist ein Unternehmen, das einen außergewöhnlichen Erfolg und eine außergewöhnliche Entwicklung erlebt hat, was von der Börse reichlich honoriert wurde: Im Vergleich zu ihrer Einführung vor 40 Jahren ist eine Aktie heute 1.200 Mal mehr wert. Nun, Bitcoins haben dank ihrer einfachen Verbreitung und des Handels im Internet in den letzten zehn Jahren ihren Wert um das 45.000-fache gesteigert. Übrigens ist dies kein linearer Lauf nach oben gewesen, sondern sozusagen ein Weg voller Höhen und Tiefen.

Kann man in Kryptowährungen investieren und wenn ja, wie?

Bitcoin und Ether machen zusammen 60 % des gesamten Kryptomarktes aus. Betrachten wir einen Moment lang Bitcoin. Jeder kann in die Kryptowährung investieren oder sie kaufen. Man kann über ETFs oder Derivate investieren sowie auch einen bestimmten Anteil davon kaufen. Dazu muss man sich auf möglichst zuverlässige Intermediäre verlassen („Cash" nennt beispielsweise Binance, Coinbase und BSDEX, Tochter der Stuttgarter Börse). Die Aufbewahrung der Kryptowährungen kann in sogenannten „Hot Wallets“ erfolgen, d. h. in einem digitalen „Geldbeutel“, der auf dem eigenen Smartphone oder Computer gespeichert werden kann. Für jede Hot Wallet gibt es in der Regel zwei Schlüssel für den Zugriff auf die Kryptowährung, einen öffentlichen und einen privaten; der Verlust des privaten Schlüssels bedeutet faktisch den Verlust der Kryptowährung - “not your keys, not your coins”. Die andere Art der Speicherung erfolgt über „Cold Wallets“, bei denen es sich um physische Speichermedien (Trezor, Ledger und Keepkey sind die von „Cash“ genannten Hersteller) oder um „Paper Wallets“ handeln kann, d. h. um Wallets, die über spezielle Software selbst erstellt werden können.

Die Zukunft der Kryptowährung besteht aus Hoffnungen und Ungewissheiten

Im weiteren Verlauf dieses Artikels werden einige weitere technische Aspekte der Funktionsweise von Bitcoin erläutert, als typisches Beispiel dafür, wie eine Kryptowährung funktioniert. Die Rede ist von der Blockchain, der kryptografischen Technologie, die es ermöglicht, neue Bitcoins durch die Lösung immer komplexerer Berechnungen zu „schürfen“ und die jedem neuen digitalen Vermögenswert einen einzigartigen und unveränderlichen Code zuweist. Heutzutage gibt es übrigens nur noch spezialisierte Unternehmen, die Bitcoin herstellen, da der Energieverbrauch enorm ist. Um einen inflationären Mechanismus zu vermeiden, hat der Erfinder Satoshi Nakamoto (mit ziemlicher Sicherheit ein Pseudonym) eine Obergrenze von 21 Millionen Bitcoins festgelegt, eine Grenze, der man sich langsam nähert, da heute fast 19 Millionen Bitcoins im Umlauf sind. Ohne ins Detail zu gehen, Kryptowährungen stehen vor vielen Schwierigkeiten: Zuallererst sind sie einer strengen Regulierung durch die Zentralbanken ausgesetzt (Kryptowährungen werden häufig für Geldwäsche oder den Handel mit verbotenen Waren verwendet). Abgesehen von der Regierung von El Salvador hat es in der Tat bisher kein Staat gewagt, Bitcoins als Zahlungsmittel zu akzeptieren. Kurzum, es herrscht immer noch große Unsicherheit über ihre Zukunft.

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