Finanzmärkte / Wirtschaft

Die Krise des Dollars und der Euro als Ersatz-Kandidat

Verfasst von MoneyController am 29.07.2020

In den USA ist die Coronavirus-Krise bei weitem nicht unter Kontrolle. Es gibt keine Anzeichen für eine Beendigung weder aus Sicht der Infektionen noch aus Sicht der Wirtschaft. Um die Krise zu bewältigen, pumpt die Federal Reserve Liquidität in das System wie nie zuvor. Es sind nun 18 Billionen US-Dollar im Umlauf, eine unglaublich hohe Zahl im Vergleich zu den Interventionen der anderen Zentralbanken. Diese Geldpolitik und das wachsende Handelsdefizit - ein weiteres Problem, das die Vereinigten Staaten seit Jahren plagt - werden wahrscheinlich dazu führen, dass die US-Staatsverschuldung explodiert: Sie wird von derzeit 109% auf 131% am Jahresende 2020 steigen. Jeffrey Gundlac, Gründer der Investmentfirma Double Line Capital LP, hat keine Zweifel: Die sich abzeichnende Krise des Dollars kann die USA und ihre Währung möglicherweise die weltweite finanzielle Vormachtstellung kosten. Eines der deutlichsten Anzeichen ist die Aufwertung des Euro. Viele Anleger beginnen zu glauben, dass der Euro der neue sichere Hafen für Währungen sein könnte, insbesondere jetzt, wo es den Staaten der Europäischen Union gelungen ist, eine historische Einigung zu finden und die ersten europäischen Anleihen aufzulegen. Dies zeigt der Sprung des Euro in den letzten Wochen, der einen Wert von 1,17 Dollar erreicht hat. Während bisher die Währung der Anleihen hauptsächlich auf Dollar lautete, so könnten die neuen wirtschaftlichen Instrumente die internationalen Marktteilnehmer davon überzeugen, dass auch der Euro als Währungsreserve verwendet werden kann.

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