Finanzberatung

Investitionen: Soll man sie selber tätigen oder einen Berater beauftragen?

Verfasst von MoneyController am 12.01.2021

Wenn es um Investitionen geht, fragen sich viele Menschen, ob die beste Lösung darin besteht, ihr Vermögen persönlich zu verwalten, oder ob es vorzuziehen ist, das Management einem Finanzfachmann anzuvertrauen, insbesondere einem Finanz- oder Vermögensberater. Diejenigen, die glauben, dass es an der Zeit sei, dass Anleger das Schicksal ihrer Ersparnisse selbst in die Hand nehmen, verweisen oft auf zwei Anlageformen: ETF-Fonds, die ein echtes Finanzprodukt darstellen, und Robo-Advisors, die stattdessen eine Anlagesoftware sind.

ETFs werden oft unter verschiedenen Gesichtspunkten als vorteilhaft angesehen. Zunächst einmal kann ein einzelner Anleger ETF-Wertpapiere erwerben, indem er sich an Anbieter oder Plattformen wendet, die berechtigt sind, diese anzubieten, ohne einen Finanzberater hinzuziehen zu müssen. Darüber hinaus haben ETFs folgende Vorteile: Sie haben geringere Verwaltungskosten als ein aktiver Fonds; sie sind leichter austauschbar; sie sind recht diversifizierte Produkte; und es sind ziemlich transparente Anlagen (der replizierte Marktindex liefert eindeutige Daten).

Wer in ETFs investiert, muss sich jedoch darüber im Klaren sein, welches Risiko er eingehen möchte und welchen Anlagehorizont er verfolgen will. Mit anderen Worten, man muss sich mindestens die folgenden Fragen stellen: Wie hoch ist meine Risikoneigung? Für wie lange beabsichtige ich, mein Geld anzulegen? Wie viel bin ich bereit zu investieren? Nachdem Sie diese Fragen beantwortet haben, müssen Sie sich schließlich fragen: Wie kann ich die Rendite meiner Investitionen basierend auf den von mir festgelegten Parametern maximieren? Diese Berechnung wird als „Asset Allocation“ bezeichnet und kann durchaus einer Berechnungssoftware anvertraut werden, allerdings erst, nachdem Sie entschieden haben, auf welche Anlagen Sie sich konzentrieren wollen.

Die Auswahl der Wertpapiere, auf die gesetzt werden soll, kann sehr kompliziert sein. Oft ist es notwendig, sehr genaue Finanzkenntnisse zu haben. Eine Lösung, um bei Ihren Anlageentscheidungen unabhängig zu bleiben, ist die Verwendung eines Robo-Advisor. Derartige Software entscheidet buchstäblich, wo investiert werden soll und ersetzt damit einen echten Berater. Wie ein Video auf der Internetseite von transparent-beraten.de sehr anschaulich erklärt, sind Robo-Advisors nützliche Werkzeuge sowohl in Bezug auf Effizienz als auch in Bezug auf Kosten, aber sie haben eine große Einschränkung: das Fehlen einer globalen Wahrnehmung der Situation. Es kann daher vorkommen, dass eine Marktschwankung falsch interpretiert werden könnte, was zum automatischen Verkauf von Aktien führt, die innerhalb kurzer Zeit ihren Wert wiedererlangen könnten.

ETFs und Robo-Advisors sind daher nützliche und interessante Instrumente, aber es ist schwierig, wenn nicht sogar unmöglich, dass sie die Rolle des Finanzberaters ersetzen können. Ein Finanzberater entwickelt dank seiner Professionalität eine auf den Kunden zugeschnittene Anlagestrategie. Sein Mehrwert besteht gerade darin, seine Professionalität mit den Anlagezwecken des Kunden zu verbinden. Das Ergebnis ist eine Allokation der Ersparnisse, die sowohl die Risikobereitschaft als auch den Zeithorizont der Investitionen berücksichtigt. Mit der Wahl eines Finanzberaters treffen Sie daher fast immer die richtige Wahl.

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