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Investitionen in die Raumfahrtindustrie

Verfasst von MoneyController am 18.01.2022

Seit einiger Zeit wird der Weltraum wieder interessant, nicht nur für die Wissenschaft, sondern auch für Wirtschaft und Investoren. Rolando Grandi, CFA und Thematic Global Equity Fund Manager bei der Investmentgesellschaft La Financière de l'Echiquier (LFDE), schrieb darüber in "finews.com".

Der private Wettlauf ins All

Am 20. Juli 1969 betrat der erste Mensch in der Geschichte der Menschheit, Kommandant Neil Armstrong, im Rahmen der Apollo 11-Weltraummission den Mond. Statt als Beginn einer neuen Ära in der Entwicklung der Weltraumforschung wird dieses Datum heute als das Ende des Wettlaufs im Weltraum zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und der Sowjetunion angesehen. Doch die Situation ist seitdem nicht unverändert geblieben. Die Staaten haben sicherlich weniger in die Raumfahrt investiert, als man hätte erwarten können. Private Unternehmen hingegen haben vor allem in den letzten Jahren einen regelrechten Wettlauf ins All begonnen. Die Unternehmungen von Richard Branson und Jeff Bezos sowie die Projekte von Elon Musk sind nur die jüngsten.

Die Weltraumwirtschaft existiert bereits

Wie Grandi erklärt, bauen immer mehr Unternehmen Satelliten, deren Kosten erheblich gesunken sind (es gibt sogar Nano-Satelliten). Aber was bringt es, Satelliten ins All zu schießen? Der Zweck hängt hauptsächlich mit der Kommunikation und der Datenverwaltung zusammen. Vom Weltraum aus ist es möglich, Kommunikation, Datenübertragung und sogar die Kartierung der Erde mit großer Präzision zu steuern. Letzteres hat sowohl produktive Anwendungen, wie z.B. Präzisionslandwirtschaft, als auch sicherheitsrelevante Anwendungen, wie z.B. die Überwachung sensibler Bereiche, wie z.B. Energieanlagen oder Flughäfen.

Investitionen in die Raumfahrtindustrie

Insgesamt wird erwartet, dass die Raumfahrtkommunikations- und Satellitenindustrie bis 2027 mit durchschnittlich 9,2% pro Jahr wachsen wird. Es wird sogar erwartet, dass der Sektor für Weltraumbekleidung (!) bis 2026 um 7,5 % wachsen wird. Grandi erwähnt dann zwei Untersuchungen zu diesem Thema von PwC und Bank of America Merrill Lynch: Nach den von den beiden Unternehmen gesammelten Daten dürfte der so genannte Weltraummarkt vom derzeitigen Wert von 300 Milliarden auf die "astronomische" Zahl von 2.700 Milliarden wachsen. Am Ende des Artikels erwähnt Grandi den Echiquier Space Fonds von LFDE als Beispiel für Investitionen in die Weltraumwirtschaft: Der Fonds investiert in Energie und Weltraumtransport, aber auch in das wichtige Geschäft der Trümmer- und Abfallbeseitigung, einschließlich solcher, die mit militärischen Aktivitäten zusammenhängen.

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