Finanzberatung

Eine Investition muss mit der Vermögensplanung beginnen

Verfasst von MoneyController am 29.07.2021

Das Financial Planning Standards Board Deutschland e.V. (FPSB Deutschland), der Bundesverband deutscher Finanzplaner, erklärt in einem Onlinebeitrag, dass die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Geldanlage in der richtigen Vermögensplanung liege.

In Deutschland steigt die Zahl derjenigen, die in Aktien investieren: Nach Angaben des Deutschen Aktieninstituts DAI waren es im Jahr 2020 12,4 Millionen Menschen, 2 Millionen mehr als im Jahr 2019. Damit wäre nun jeder sechste Deutsche Aktionär eines börsennotierten Unternehmens. Einer der Gründe, warum sich die Deutschen dem Aktienmarkt zugewandt haben, ist zweifellos der stetige Rückgang der Zinsen. Laut der DZ Bank hätten die negativen bzw. Null-Zinsen zwischen 2010 und 2020 zu einem entgangenen Vermögenszuwachs der Deutschen um bis zu 732 Milliarden Euro geführt. Kein Wunder: Rund 40 % der Bevölkerung legen ihre Ersparnisse auf einem Bankkonto an.

Wie auch Rolf Tilmes, Präsident des FPSB Deutschland, betont, bedeutet eine Investition in den Aktienmarkt jedoch nicht automatisch, reich zu werden. Laut Tilmes ist die notwendige Voraussetzung für einen soliden Kapitalaufbauplan eine ebenso solide Finanzplanung. Damit meint er, dass den Investitionen an der Börse eine ganzheitliche Vermögensplanung vorausgehen muss. Dazu Tilmes: "Das heißt, es geht nicht nur um das liquide Anlagevermögen, also Zinsanlagen, Aktien oder andere Wertpapiere, sondern um eine umfassende Betrachtung, wozu beispielsweise Versicherungsanlagen und Immobilien, Ansprüche aus der gesetzlichen oder betrieblichen Altersvorsorge gehören oder in welchen Währungen das Geld angelegt ist".

Kann man also, nachdem eine Analyse und eine umfassende Vermögensplanung durchgeführt wurden, direkt mit der Investition beginnen? Nicht ganz. Es lohnt sich, Tilmes das Konzept noch einmal formulieren zu lassen: "Geht es um Finanzplanung, dann braucht es auch eine sehr genaue Vorstellung darüber, wie die persönlichen Rendite- und Risikovorstellungen sowie die individuellen Anlageziele aussehen". Der Einsatz eines Experten dient gerade dazu, die Anlagestrategie kompatibel zu machen, aber auch, sie so gut wie möglich an die Risikobereitschaft der Anleger anzupassen. Die Finanzplanung dient daher dazu, die Auswirkungen der Investitionen mit der Gesamtverwaltung des Vermögens in Einklang zu bringen, eine Dynamik, die die Berücksichtigung der Risikobereitschaft und vor allem der Bedürfnisse des Eigentümers des Vermögens erfordert.

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