Finanzmärkte / Wirtschaft

Small und Mid Caps werden den Markt antreiben

Verfasst von MoneyController am 12.06.2021

Was ist von den Börsen in Zukunft zu erwarten und welches sind die aussichtsreichsten Sektoren für Investitionen? Zur Beantwortung dieser Frage könnte es hilfreich sein, einen kurzen Artikel von Stephan Albrech, Vorstand der Albrech & Cie Vermögensverwaltung in Köln, heranzuziehen, der in der Zeitschrift extraETF erschienen ist.

Bei dem Versuch, die Entwicklung der Märkte für die nächsten Jahre zu skizzieren, ist Albrech sehr optimistisch: Die Bedingungen für einen Bullenmarkt werden anhalten. Die eigentliche treibende Kraft sind jedoch nicht nur die amerikanischen Blue Chips wie Apple oder Amazon, Protagonisten der ersten Aktienrallye nach der Krise. Der eigentliche Motor der Märkte sind und werden zunehmend die kleinen und mittelgroßen Unternehmen sein, die Unternehmen, die an den Märkten als "Small und Mid-Caps" bezeichnet werden. Ein Beweis? Diese Aktienkategorien, die von ganz unten starteten, sind dabei sich besser zu entwickeln als der Marktindex S&P 500.

Wie Albrech erklärt, ist die eigentliche Voraussetzung für einen Bullenmarkt eben genau die, dass die Small- und Mid-Cap-Unternehmen als treibende Kraft für den Markt fungieren. Nur wenn die einzigen Protagonisten des Wachstums der Märkte die Unternehmen mit der höchsten Börsenkapitalisierung wären, würde dies laut Albrech bedeuten, dass wir uns am Ende eines Marktwachstumszyklus befinden. Im Übrigen sollte man hinzufügen, als Bestätigung dessen, was Albrech schreibt, dass die Unternehmen mit mittlerer und kleiner Kapitalisierung die wichtigsten Glieder der Produktionskette eines Landes darstellen, diejenigen, die das Wirtschaftswachstum auch auf lange Sicht garantieren.

In jedem Fall bestätigt Albrech, dass in der Haussephase der ersten Hälfte der 2000er Jahre die Small- und Mid-Cap-Unternehmen den S&P 500-Index mindestens seit 2003 übertrafen. Die gleiche Situation ist derzeit sowohl in den USA als auch in Europa zu beobachten, wo Small Caps in den letzten sechs und zwölf Monaten jeweils um rund 9 % mehr gestiegen sind als Large Caps.

Nun, wie von vielen Fachleuten oft wiederholt wird, bedeutet dies nicht, dass der Aktienmarkt keine Korrekturen erfahren oder allgemeine Schwankungen bei vielen Titeln erleben wird. Viele, wie Albrech sagt, werden sich bei den ersten Anzeichen eines Rückgangs der Kurse wahrscheinlich mehr Sorgen machen, als sie sollten. Damit schließt er: "Doch diese Sorgen, die sogenannte "wall ofworry", sind es, die den Bullenmarkt antreiben".

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