Investmentfonds

Anleger mögen offene Immobilienfonds

Verfasst von MoneyController am 19.05.2021

Wie geht es den offenen Immobilienfonds in Deutschland? Auf den ersten Blick und in Anbetracht der Umstände könnte es scheinen, dass diese Art von Fonds zu den potenziell gefährlichsten gehört. Schaut man jedoch genauer hin, wie es die Süddeutsche Zeitung in einem Artikel von Bärbel Brockmann tut, sind die Schwierigkeiten von Immobilienfonds nicht nur vorübergehend,  sondern sie lassen sich auch dank eines soliden Fundaments, auf dem der Markt ruht, überwinden.

Die Corona-Krise, vor allem in den ersten Monaten des Lockdowns, brachte vielen Immobilienbesitzern Verluste: Restaurants, Hotels und viele Geschäfte wurden geschlossen, ohne Einnahmen zu generieren. Das Gleiche geschah mit Einkaufszentren und auch mit vielen Büros, die leer standen. Das Homeoffice verbreitete sich schnell. Dennoch scheint der Markt der offenen Immobilienfonds mit einigen Gewinneinbußen davongekommen zu sein, mehr aber auch nicht. Wie Brockmann zu Recht feststellt, haben zwei Aspekte seine Stabilität ermöglicht: Die Verpflichtung der Anleger, ihre Investitionen aus den Fonds nur mit einer angemessenen Kündigungsfrist zurückzuziehen, und die für jeden Fonds vorgeschriebene starke Diversifizierung.

Das Ergebnis war daher lediglich eine "Delle" im Markt, ein vorübergehender Abschwung, der zwar zu niedrigeren Fondsrenditen führte, aber weder die Stabilität noch die Fähigkeit, wieder zu wachsen, beeinträchtigte.

In dem Artikel der Süddeutsche Zeitung wird auf Hausinvest der Commerz Real verwiesen, einen der größten Immobilienfonds in Deutschland, zu dessen Kundenkreis auch Kleinsparer gehören. Nun, die Bilanz des Fonds für 2020-21 wurde etwas nach unten korrigiert, aber er erreichte immer noch +2%. Wie war das möglich? Der Fonds erhöhte seine Investitionen in Wohnimmobilien. Infolgedessen hat sich das Beteiligungsportfolio stabilisiert. Gewerbliche Immobilien garantieren zweifellos höhere Einkommen, denn sie sind darauf ausgerichtet, einen Gewinn für den Vermieter zu erzielen. Allerdings sind sie, wie das Jahr des Coronavirus gezeigt hat, auch anfälliger für Marktschwankungen.

Die Zahlen zeigen im Übrigen, dass das Vertrauen der Anleger in offene Immobilienfonds in den letzten Jahren wächst. Mehr noch: Es gibt gute Gründe zu glauben, dass es noch weiter wachsen dürfte. In Brockmanns Artikel wird auch die Meinung von Sonja Knorr von der Ratingagentur Scope Analysis zitiert. Knorr argumentiert nämlich, dass sich die Branche einerseits auf einige neue Entwicklungen aus der ESG-Welt (insbesondere Förderungen für den sozialen Wohnungsbau) vorbereitet und andererseits der Sektor der offenen Immobilienfonds eines der wenigen Marktsegmente sein werde, das Kleinanlegern auch in Zukunft konsistente Renditen bieten kann, insbesondere bei einer Fokussierung auf Wohnimmobilien

MEISTGELESENE ARTIKEL VON HEUTE

MEISTGELESENE ARTIKEL DER WOCHE

27.07.2021 verfasst von MoneyController

Honorar oder Provision – was ist das günstigere Gebührenmodell bei Finanzberatung?

Weiterlesen

MEISTGELESENE ARTIKEL DES MONATS

08.07.2021 verfasst von MoneyController

Signalisieren die Renditen von Staatsanleihen das Ende der Erholung oder werden sie wieder steigen?

Weiterlesen

MEISTGELESENE ARTIKEL DES FINANZFORUMS

Klassifikation anschauen