ETF

ETFs: Welche Aspekte sind bei der Anlage zu beachten?

Verfasst von MoneyController am 21.04.2021

ETFs sind recht junge Produkte auf dem Finanzmarkt, aber sie hatten bereits Zeit, sich zu etablieren und bei Anlegern sehr beliebt zu werden. Die Zeitschrift Fondsprofessionell hat, basierend auf einem Beitrag des Portals "extraETF", punktuell einige Aspekte zusammengefasst, die es zu beachten gilt, wenn man in ETFs investieren möchte.

Die Zusammensetzung eines ETFs

Auch ETFs müssen sich an die goldene Regel des Investierens halten, d.h. Diversifikation. Aus diesem Grund reicht es manchmal nicht aus, in eine Anlageklasse zu investieren, wie es die passiven Investmentfonds tun. Man muss auch darauf achten, dass bestimmte Aktien, die miteinander korrelieren, nicht überrepräsentiert sind. Das Risiko, auch Klumpenrisiko genannt, ist das gleiche wie bei einem Portfolio, bei dem man zu sehr auf eine Aktie gesetzt hat. Es gibt zwei Möglichkeiten, dieses Problem zu umgehen. Die erste besteht darin, die Reproduktion des Indexes zu korrigieren, indem man das interne Verhältnis neu gewichtet. Die zweite besteht darin, in sehr große Indizes zu investieren - Fondsprofessionell nennt als Beispiel den MSCI World und den MSCI Germany - die an sich schon eine gute interne Diversifikation garantieren.

ETFs, die physisch oder synthetisch replizieren?

ETFs, die einen Index physisch nachbilden, bilden entweder einen Index in seiner Gesamtheit nach oder reproduzieren sein Risiko- und Ertragsprofil unter Verwendung eines Korbs von Vermögenswerten so repräsentativ wie möglich. Der Nachteil dieser letzten Vorgehensweise, die darauf abzielt, die Zusammensetzung des Fonds zu vereinfachen, besteht darin, dass in Zeiten hoher Volatilität die Renditen zwischen dem Index und dem entsprechenden ETF unterschiedlich sein könnten (was den sogenannten "Tracking Error" darstellt, der typisch für die Investmentfonds ist, die das Ziel haben, die Referenzbenchmark zu übertreffen). Die synthetische Replikation hingegen erfolgt mittels eines Swap-Geschäfts, für das allerdings die Einschaltung eines Drittanbieters erforderlich ist. Dieser Vorgang reduziert oder minimiert den "Tracking Error", fügt aber ein Risiko hinzu, nämlich den möglichen Zahlungsausfall des Drittanbieters.

Kosten und Erträge von ETFs

Die Kosten von ETFs sind im Durchschnitt sicherlich niedriger als die von aktiven Investmentfonds. Das bedeutet aber nicht, dass ETFs keine Kosten haben. Am wichtigsten ist die Total Expense Ratio (TER), d.h. die Gesamtkostenquote, diealle Kosten enthält, die jährlich vom Anbieter für die Verwaltung entnommen werden. Dies sind jedoch nicht die einzigen Kosten, denn es können auch Handelskosten beim An- oder Verkauf für den Anlegeranfallen. Bei der Berechnung der Rendite können sowohl das Alter des passiven Fonds (was die Spreads beeinflusst) als auch seine Größe (je größer der Fonds, desto höher die Rentabilität) eine entscheidende Rolle spielen. Anhand der Ertragsverwendung lassen sich zwei Arten von ETFs unterscheiden: Thesaurierende ETFs und ausschüttende ETFs, d.h. Fonds, die die Erträge reinvestieren bzw. an die Anleger ausschütten.

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