Wertbeständig

Die Inflation ist da: Wo soll man investieren?

Verfasst von MoneyController am 14.05.2021

Die Inflation scheint nun angekommen zu sein, und ihre Auswirkungen beginnen sich an den Märkten bemerkbar zu machen. Ja, aber wie können sich Anleger vor diesem gefährlichen Phänomen schützen, zumindest ihre Ersparnisse?

Angesichts der steigenden Inflation stimmt es nicht, dass die Märkte, sich selbst überlassen, nicht wissen würden, wie sie reagieren sollen. In einem "normalen" Umfeld würden die Zinssätze allmählich steigen, was den Kauf von Anleihen anstelle von Aktien begünstigt. Aber dieses normale Umfeld existiert derzeit nicht. EZB-Direktorin Isabel Schnabel bestätigte zwar, dass die Inflation in Deutschland in diesem Jahr über 3% liegen werde, äußerte sich jedoch sehr deutlich zu diesem Thema: Eine Zinserhöhung der Zentralbank sei nicht in Sicht. Auch weil, wie das Magazin Focus in seinem Artikel zu diesem Thema feststellt, die Ziele der EZB nicht das abdecken, was die Zentralbank selbst als kurzfristige Schwankungen betrachtet.

Die Tatsache, die die Anleger in den letzten Tagen am härtesten getroffen hat, war der Anstieg der Inflation in den Vereinigten Staaten: Im April betrug der Anstieg 4,2%, während die Prognosen von 3,6% ausgingen. Ein Niveau, das seit 2008 nicht mehr erreicht wurde. Diese Zahlen haben die zehnjährigen Staatsanleihen auf eine Rendite von 1,6% gebracht. Eine Rendite, die allerdings unter Berücksichtigung der Inflation bereits stark negativ ist. Die Fed hält jedoch ebenso wie die EZB weiterhin daran fest, dass es sich um ein vorübergehendes Phänomen handelt und ist von einer Entscheidung über eine Zinserhöhung noch immer weit entfernt.

Focus berichtet über die Meinung von Carsten Fritsch, der sich zur möglichen Entwicklung des Goldpreises in den kommenden Monaten äußerte. Jetzt, seit März, hat Gold wie erwartet wieder an Boden gewonnen, gerade angesichts eines immer konkreter werdenden Inflationsanstiegs. Jetzt, da die Inflation wirklich festgestellt wurde, könnte laut Fritsch nur ein möglicher Zinsanstieg den Run auf Gold in nächster Zeit aufhalten. Immerhin hat die Wiederbelebung der Investitionen in physisches Gold den Abfluss von Kapitalanlagen in Gold-ETFs bereits gebremst. Die passiven Fonds für das Edelmetall hatten seit November letzten Jahres einen Umsatzrückgang zu verzeichnen, nachdem sie beim Ausbruch der Krise einen starken Anstieg erlebten.

Allerdings besteht laut Fritsch die Möglichkeit, dass die Inflation ab der zweiten Jahreshälfte 2021 wieder auf einen Abwärtstrend einschwenke, wie es die Zentralbanken vorhersagen. Wenn diese Vorhersage richtig sei, würde der Goldpreis erst steigen und dann fallen.

Wie kann man sich also vor diesen möglichen Preisschwankungen des gelben Metalls schützen? Gemäß Fritsch gibt es eine nicht allzu komplizierte Lösung: andere Edelmetalle kaufen. Ja, aber welche? Fritschs Antwort lautet: Jene Metalle, die von der so genannten "Energiewende" profitieren und verstärkt nachgefragt werden, die Rede ist von Silber, Platin und Palladium.

In diesem Fall ist es in der Tat nicht nur ein größeres Sicherheitsbedürfnis der Investoren, das diese Metalle unterstützt, sondern auch eine solide erscheinende industrielle Nachfrage, die mit Automobilkomponenten und erneuerbaren Energiespeichersystemen verbunden ist.

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