Anlagen

In Biotechnologie-Aktien investieren

Verfasst von MoneyController am 15.04.2021

In der Zeitschrift "Das Investment" sprach der Geschäftsführer der unabhängigen Vermögensverwaltungsgesellschaft Ficon Vermögensmanagement, Rainer Beckmann, über den Aktiensektor rund um Biotechnologie. Aus seiner Analyse geht hervor, dass Anleger immer noch davon profitieren können.

Der Gesundheitsmarkt wächst, und die Pandemie beschleunigt diesen Trend nur noch. Das Statistische Bundesamt hat errechnet, dass der Markt im Jahr 2018 allein in Deutschland 12% des nationalen Bruttoinlandsprodukts (BIP) entsprach, was einem Umsatz von sage und schreibe 390,6 Milliarden Euro bedeutet. Weltweit sprechen wir hingegen von mehr als 4 Billionen Dollar. Bis 2030 werden die OECD-Länder 10,2% ihres BIP für das Gesundheitswesen ausgeben, was einem Anstieg von 1,2% im Vergleich zu heute entspricht. Die Biotechnologie-Branche wird daher zunehmend in den Mittelpunkt rücken. Derzeit dominieren die USA den Markt, nicht zuletzt, weil die Gesundheitsausgaben in den USA 3,6 Billionen US-Dollar pro Jahr erreichen.

Vor allem aber im Zusammenhang mit der Pandemie haben Biotechnologieunternehmen mit ihren Leistungen geglänzt: Der erste Impfstoff gegen Covid-19 wurde von Biontech in Mainz entwickelt; Moderna, ein weiteres Biotechnologieunternehmen, hat eine zweite Variante entwickelt; CureVac, das seinen Sitz in Tübingen hat, wartet darauf, einen weiteren Impfstoff auf den Markt zu bringen. Der Nasdaq Biotechnology Index, in dem Unternehmen zusammengefasst sind, die als Biotechnologie- oder Pharmaunternehmen klassifiziert werden, legte innerhalb von drei Jahren um 45% zu, aber der große Sprung nach vorne war im letzten Jahr: +32%. So verzeichneten Biontech und Moderna im Jahr 2020 einen Zuwachs um 130% bzw. 270%.

Zusätzlich zu den größeren oder traditionelleren Unternehmen könne man, wie Beckmann betont, die besten Kurschancen finden, indem man sich auf neuere oder kleinere Unternehmen konzentriert (die sozusagen in der zweiten oder dritten Reihe der Branche stehen). Die Formycon AG beispielsweise arbeitet an einem Medikament, das Impfstoffe ersetzen oder ergänzen könnte, mit dem Ziel, so schnell wie möglich grünes Licht von der US-amerikanischen FDA und der europäischen EMA zu erhalten. Die Nanorepro AG hingegen hat sich auf die Herstellung und den Vertrieb von medizinischen Schnelltests spezialisiert. Die Aktien dieser Unternehmen sind sicherlich anfälliger für Schwankungen - Käufer sollten bereit sein, ein gewisses zusätzliches Risiko zu tragen -, aber sie sind preislich gesehen sicherlich immer noch sehr wettbewerbsfähig.

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