Finanzmärkte / Wirtschaft

Die Inflation in der EU sollte möglicherweise neu berechnet werden

Verfasst von MoneyController am 23.09.2020

Vielleicht sollte die Berechnung der Inflation im Euro-Wirtschaftsraum korrigiert werden. Sogar EZB-Beamte beginnen so zu denken. Die Inflation in Europa ging in den Monaten des Lockdowns zurück, was jedoch nicht für alle Wirtschaftssektoren einheitlich war. Zum Beispiel: Benzin, das aufgrund der geringeren Reisekosten quasi niemand brauchte, kostete sehr wenig. Lebensmittel hingegen haben ihren Preis deutlich erhöht. Auch die Kosten für eigengenutzte Immobilien sind gestiegen und mit ihnen auch die Immobilienpreise. Insbesondere hinsichtlich des letzten Punktes fragen sich die Analysten, warum dieser Parameter noch nicht in die Berechnung der Inflationsrate einbezogen wird. EZB-Präsidentin Christine Lagarde selbst diskutiert dies seit einiger Zeit mit ihren Mitarbeitern. Es darf nicht vergessen werden, dass auch die Aktien ihren Wert erhöht haben. Aber bezüglich der Inflation, die die EZB entsprechend der Statuten berechnen muss, d.h. die Entwicklung der Preise von Gütern und Dienstleistungen, hat die FAZ beispielsweise den Vorschlag zur Verwendung des BIP-Deflators vorgeschlagen. Es ist ein Index, der sich mehr auf den Anstieg der Preise und weniger auf den Anstieg des Ölpreises bezieht. Schwieriger scheint es zu sein, ein Kriterium wie die Inflationserwartungen einzuführen, das ein sogenanntes „statistisches Rauschen“ erzeugen würde. Natürlich wird in einer Zeit intensiver Geldpolitik die Berechnung der Inflation ausschlaggebend sein für die künftigen Entscheidungen der Zentralbank.

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