Staatsanleihen und Zinsen

In negative Staatsanleihen zu investieren könnte die richtige Idee sein

Verfasst von MoneyController am 07.12.2020

Eine Investition in Staatsanleihen scheint auf den ersten Blick keine sehr gute Idee zu sein: Nach der Zinssenkung der EZB sanken die Renditen fast aller Staatsanleihen, einschließlich deutscher Anleihen. Dennoch gibt es gute Gründe, Staatsanleihen zu kaufen, umso mehr, wenn es sich um deutsche Anleihen handelt. Aber fangen wir mit dem an, was Anleger entmutigt: negative Renditen. Es ist bekannt, dass negative Renditen an sich nichts Schlechtes sind. Im Gegenteil: Sie sind ein Indikator für die finanzielle Stabilität eines Landes. Aus Sicht der öffentlichen Finanzen stellen negative Renditen eine nahezu beispiellose Zuverlässigkeit dar. Deshalb kostet es, eben diesen Ländern seine Ersparnisse anzuvertrauen.

Deutschland ist eines der zuverlässigsten Länder. Die 10-jährigen Anleihen weisen eine Rendite auf, die zwischen -0,5% und -0,6% schwankt. Ein erster guter Grund, sie zu kaufen, ist daher, dass sie eine Qualitätsgarantie für ein Portfolio darstellen, das auch auf institutioneller Ebene anerkannt ist. Dies ist von besonderem Interesse für institutionelle Anleger wie Pensionsfonds, Versicherungsfonds und Investmentfonds, die genaue Parameter für das zu berücksichtigende Anlagerisiko haben. Deutsche Staatsanleihen helfen den Banken jedoch auch, die immer strengeren Anforderungen zu erfüllen, die sich aus dem Kontext der Finanzstabilität ergeben. Und für die Kleinanleger? Für sie ist es eine weitere Absicherung zur Immunisierung gegen Risiken, die in einer Zeit der Instabilität wie dieser umso wünschenswerter ist.

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