Finanzprodukte

In Deutschland wird in Kürze ein neuer ETF an der Börse notiert, der legal in Cannabis investiert

Verfasst von MoneyController am 09.01.2020

Es fehlen nur noch wenige Tage, bis in Deutschland in Cannabis investiert werden kann. Natürlich nichts Unrechtmäßiges oder Illegales – es handelt sich um einen Investmentfonds, der sich mit der Vermarktung von Cannabis zu therapeutischen Zwecken befasst. Der Fonds heißt Medical Cannabis und Wellness Ucits ETF (CBSX), mit ISIN DE000A2PPQ08, und wird am 13. Januar von HanEtf, einem ETF-Unternehmen, zusammen mit dem kanadischen Vermögensverwalter Purpose Investment, offiziell an der deutschen Börse notiert. Der Fonds mit Sitz in Irland wird auch in Großbritannien und Italien verkauft.

Fonds dieser Art existieren bereits in Nordamerika. Die beiden wichtigsten sind der in den USA notierte ETFMG Alternative Harvest und der in Kanada notierte Horizons Medical Marijuana Life Sciences ETF. Obwohl das vergangene Jahr für beide sehr schwer war (sie haben zwischen 25 und 35% ihres Wertes verloren), verwalten die Fonds mehr als 600 bzw. 300 Millionen Dollar. Privatbankiers, Vermögensverwalter und institutionelle Anleger sind derzeit die Betreiber, die auf dem amerikanischen Markt am meisten in diesen Sektor investieren.

Weltweit erreichte der legale Marihuana-Markt im Jahr 2018 – laut einer Schätzung von Jefferies Equity – einen Wert von 11 Milliarden US-Dollar und bis  zum Jahr 2050 wird sein Wachstum auf 50 Milliarden US-Dollar geschätzt.  Es handelt sich also um einen Sektor, der trotz der starken Volatilität und der im letzten Jahr verzeichneten Verluste voraussichtlich sehr schnell wachsen wird. CEO Som Seif sprach von einer Kindheitsphase dieses Business und sagte, dass es sich um einen Wirtschaftssektor handelt, der neue Perspektiven für Entwicklung, Entdeckung und Investitionen erschliesst.

Cannabisprodukte werden regelmäßig verschrieben um bestimmte chronische Erkrankungen zu behandeln sowie als Schmerztherapien. Cannabis ist in 40 Ländern legal, und 28 europäische Länder haben seinen Gebrauch in verschiedener Form legalisiert, wenn auch in begrenztem Umfang. Die führenden Produktionsländer sind derzeit die USA, Kanada und Großbritannien.

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