Vermögensverwaltung

In Bezug auf die Vermögensverwaltung von Frauen in Deutschland bleibt noch viel zu tun

Verfasst von MoneyController am 10.03.2020

Der gerade verstrichene Frauentag am 8. März bot die Gelegenheit, eine Bestandsaufnahme der von den Frauen in Deutschland verwalteten Ersparnisse vorzunehmen und  zwar festzustellen wie viel deutsche Frauen im Durchschnitt, im Vergleich zu Männern, investieren und sparen. In diesem Zusammenhang wurden einige interessante Daten von verschiedenen Medien, einschließlich der ARD, veröffentlicht, verbreitet und aggregiert. Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband sowie ING-Diba haben beispielsweise berechnet, dass rund 25% der volljährigen deutschen Männer in Aktien investieren, während sich diese Zahl für die Frauenwelt halbiert und dies  gilt mehr oder weniger auch für Anlagen im allgemeinen . Das bedeutet, dass nach Untersuchungen von Columbia Threadneedle Investments 42% der Männer dies tun, wo  dagegen etwa nur ein Viertel der Frauen ihre Ersparnisse investieren. Eine der negativsten Folgen dieser Tatsache  ist, dass 37% der Frauen in Deutschland angeben, für ihr fortgeschrittenes Alter keine finanziellen Mittel zu haben. Dies ist ein echtes Problem, wenn man daran denkt, dass Frauen im Durchschnitt länger leben als Männer.


Die Verantwortung für diese Ungleichheit muss sicherlich einer Gewohnheit zugeschrieben werden, man könnte sagen eine ungeschriebene Regel, nach der es der Mann ist, der sich mit der Verwaltung der finanziellen Ressourcen befasst, wie auch die Daten des Portals Weltsparen.de- zeigen würden, wonach 60% der Frauen die Verwaltung der Ersparnisse an ihren Partner delegieren. Ein weiterer wichtiger Grund ist jedoch ein wirklicher Mangel an Selbstvertrauen, da laut derselben Umfrage 81% der Frauen in Deutschland der Meinung sind, dass ihr Partner in finanziellen Fragen besser informiert ist. Auch im privaten Bereich wird der Großteil  der  Finanzentscheidungen laut Columbia Threadneedle Investments ebenfalls von Männern getroffen. In 73% der Fälle haben Männer die volle Autonomie bei finanziellen Entscheidungen, während die Zahl für Frauen im Durchschnitt 59% beträgt, für Hausfrauen jedoch nur  31%.


Stattdessen scheint das unterschiedliche Verhalten auf den Finanzmärkten eher auf die unterschiedlichen investierten Kapitalmassen als auf psychologische Unterschiede zurückzuführen zu sein. Eines ist klar – die Welt der weiblichen Investitionen ist noch weit davon entfernt, ihr volles Potenzial auszuschöpfen.

 

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