Immobilien

Immobilieninvestitionen, bereit für einen Neuanfang

Verfasst von MoneyController am 03.03.2021

Der Immobilienberater Jones Lang Lasalle (JLL) hat eine Analyse der Situation des globalen Immobilien-Investmentmarktes veröffentlicht. Die Analyse zeigt, dass das vergangene Jahr auch für den Immobiliensektor hart war, dass sich der Sektor aber im Jahr 2021 schnell erholen dürfte.

Beginnen wir mit dem Rückgang im Jahr 2020. Nach Angaben von JLL betraf dies in den ersten drei Quartalen mehr als ein Drittel des Volumens des direkten gewerblichen Investitionsvolumens. Von April bis Juni betrug der Marktrückgang sogar 51%. In Asien lag der Rückgang bei 39%, in den USA sogar bei 65%. Im dritten Quartal begannen die Investitionen wieder zu steigen, blieben aber noch weit von ihrem Vorkrisenniveau entfernt. Der Markt war in den USA immer noch um 44% und in Asien um 28% rückläufig.

JLL stellt fest, dass trotz der Krise erstklassige Büroimmobilien für Investoren attraktiv bleiben. Dies zeigen die Zahlen der Netto-Anfangsrendite, die sich mit Ausnahme der USA im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert haben: -3,3% für den europäischen Markt und ähnliche Zahlen für den asiatischen Markt. Allein im ersten Quartal des vergangenen Jahres wurden 157 Milliarden Dollar in Büroflächen investiert. Die Nachfrage nach Büroflächen ging dagegen in Europa stark zurück, und zwar um rund 40%. Für dieses Jahr wird daher eine Erholung von 10-15% erwartet.

In Deutschland liegt der Umsatzrückgang bei Büroflächen über 30%. Trotzdem können die deutschen Mieter mit robusten Preisen rechnen. Starke Investitionen in die Binnenwirtschaft sollten die Nachfrage ankurbeln und die Mietpreise hoch halten. Vor allem Logistikflächen sind zunehmend gefragt. Die Nachfrage wird auch zunehmend von institutionellen Anlegern getrieben, die im Jahr 2021 noch stärker in Immobilien investieren dürften, um ihre Portfolios zu diversifizieren.

Auch in England und Frankreich kann von einem widerstandsfähigen Immobilienmarkt gesprochen werden. Trotz Brexit bleibt die Nachfrage nach Büroflächen in London hoch. Auch in Frankreich wird die Nachfrage nach Flächen in Geschäftsvierteln durch die wachsende Binnennachfrage angetrieben. In den Vereinigten Staaten wird die Erholung des Immobilienmarktes eng mit dem Verlauf der Pandemie zusammenhängen. Sicherlich wird der Markt in den kommenden Monaten recht volatil bleiben, auch aufgrund der ungleichmäßigen Entwicklung des Immobilienmarktes innerhalb des Landes.

In Asien wird trotz des starken Marktwertverlustes Anfang 2020 in diesem Jahr wieder volles Wachstum erwartet, auch aus Sicht des Immobilienmarktes: Man spricht von +10-15%. Insbesondere in Asien wird es einen besonders ausgeprägten Markttrend geben: Das Durchstarten von Investitionen mit stabilen Renditen, wie Flächen für Logistik und Datenzentren (und dieser Trend ist auch in unseren Breitengraden sehr wahrscheinlich), sowie ein Wachstum von Investitionen in Mietobjekte oder in Hotel- und Einzelhandelsimmobilien.

Alles vorbei in 2021? Nicht ganz. Die Pandemie richtet weiterhin Schaden an und ist noch weit davon entfernt, vollständig ausgerottet zu sein. Deshalb empfiehlt Martin J. Brühl, Geschäftsführer von Union Investment Real Estate, Immobilieninvestments mit Versicherungsprodukten zu kombinieren, um Schäden durch Mietausfälle zu vermeiden

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