Immobilien

Einkünfte aus der eigenen Immobilie erzielen

Verfasst von MoneyController am 28.05.2021

Was sind Immobilienerträge und warum können sie gerade im Alter zu einer beachtlichen Einkommensquelle bzw. Finanzressource werden? Darauf geht Max Geißler in einem auf der Vergleichsplattform Biallo.de veröffentlichten Artikel ein.

Laut Geißler leben 60 % der über 60-Jährigen in ihren eigenen vier Wänden, doch trotz dieses offensichtlichen Vorteils ist ihre Rente so niedrig, dass sie sich keine besonders umfangreichen Ausgaben leisten können. Die Beantragung eines Kredits bei einer Bank wird ab einem bestimmten Alter in der Tat kompliziert. Zu den Besicherungsklauseln gehört auch das Alter, und oft wird es ab einer bestimmten Schwelle zu einem unüberwindbaren Hindernis, um einen Kredit zu erhalten. Eine Möglichkeit, auf das Geld zuzugreifen, das einem durch sein Alter verwehrt wird, könnte also sein, das eigene Alter einfach auszunutzen. In welcher Weise? Mit einer Immobilienrente, die in den meisten Fällen erst ab dem 70. Lebensjahr erhältlich ist.

Die Immobilienrente ermöglicht es (grob gesagt), ein Haus im Voraus und "in Raten" zu verkaufen und dabei das Wohnrecht oder den Nießbrauch (wir werden gleich sehen, in welchem Fall) zu behalten, solange man lebt. Es gibt jedoch verschiedene Arten von Immobilienrenten.

Es gibt die Möglichkeit, die eigene Immobilie gegen eine Leibrente zu verkaufen und dabei das Wohnrecht zu behalten. In diesem Fall wird ein Betrag festgelegt, den der neue Eigentümer lebenslang oder für einen bestimmten Zeitraum an den alten Eigentümer zahlt. Zu den Vorteilen gehört die Tatsache, dass die Instandhaltungskosten meist ganz oder teilweise vom neuen Eigentümer getragen werden, während zu den Nachteilen die Tatsache gehört, dass der Ertrag steuerpflichtig ist und dass der alte Eigentümer nicht von einer Wertsteigerung der Immobilie profitiert. Es besteht auch die Möglichkeit, die Immobilie unter Beibehaltung des Nießbrauchs zu verkaufen. In diesem Fall können die ehemaligen Eigentümer auch in den Genuss etwaiger Mieteinnahmen kommen. Allerdings muss diese Option sorgfältig abgewogen werden, da - unter den verschiedenen zu berücksichtigenden Aspekten - ein Nießbrauchsrecht den Verkaufserlös der Immobilie um etwa 20 % verringert und die Instandhaltungskosten in der Verantwortung des Alteigentümers liegen.

Schließlich gibt es noch die Lösung der Umkehrhypothek. In diesem Fall wird die Immobilie gegen Aufnahme eines Darlehens zu dessen Tilgung verwandt. Der Verkauf erfolgt nämlich erst nach dem Tod oder dem Auszug des Bewohners der Immobilie und dient eben zur Rückzahlung des Darlehens (das jedoch auch ohne Verkauf der Immobilie zurückgezahlt werden kann). Im Vergleich zu einer Immobilienrente ist eine Umkehrhypothek eine flexiblere Form der Finanzierung (in der Regel für bestimmte Ausgaben), da es möglich ist, nur einen Teil des Wertes der Immobilie mit einer Grundschuld zu belasten, um das Darlehen zu erhalten. Geißler weist darauf hin, dass in München und Umgebung bereits zwei Genossenschaftsbanken damit begonnen haben, Immobiliendarlehen ähnlich der Umkehrhypothekenlösung anzubieten.

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